Mit seinem knochentrockenen Riffing, seinem dreckigen Blues-Feeling und seinem unverwechselbaren Gitarrensound wurde Mick Mars zu einer der prägendsten Figuren des amerikanischen Hard Rock der 80er Jahre. Nun wurde der legendäre Gitarrist verdientermaßen in die Metal Hall of Fame aufgenommen.
Der ehemalige Mötley Crüe-Gitarrist bedankte sich in einer persönlichen Nachricht vor allem bei den Fans, die ihn und seine Musik über Jahrzehnte begleitet haben.
Und tatsächlich: Ohne Mick Mars würde der typische Mötley-Crüe-Sound wahrscheinlich gar nicht existieren.
Während Frontmann Vince Neil, Bassist Nikki Sixx und Drummer Tommy Lee oft die Schlagzeilen dominierten, war es Mick Mars, der mit seinen dunklen, schweren Gitarrenriffs den musikalischen Kern der Band formte.
DIE ALBEN, DIE EINE GENERATION PRÄGTEN
Bereits das Debütalbum Too Fast For Love aus dem Jahr 1981 zeigte, dass hier keine gewöhnliche Glam-Rock-Band am Werk war. Roh, dreckig und gefährlich klang die Platte wie der Soundtrack des Sunset Strip kurz vor dem Chaos.
Mit Shout At The Devil folgte 1983 dann der endgültige Durchbruch. Songs wie:
- „Looks That Kill“
- „Too Young To Fall In Love“
- „Shout At The Devil“
wurden zu absoluten Hard-Rock-Klassikern und machten Mötley Crüe weltweit berüchtigt.
1985 erschien mit Theatre Of Pain eines der erfolgreichsten Glam-Metal-Alben der Dekade. Vor allem die Ballade „Home Sweet Home“ entwickelte sich zu einer Hymne der gesamten MTV-Generation.
Doch der absolute Höhepunkt kam für viele Fans 1989:
DR. FEELGOOD – DAS MEISTERWERK
Mit Dr. Feelgood lieferten Mötley Crüe ihr erfolgreichstes und vielleicht stärkstes Album überhaupt ab. Produziert von dem legendären Bob Rock klang die Band plötzlich größer, härter und massiver als jemals zuvor.
Songs wie:
- „Kickstart My Heart“
- „Dr. Feelgood“
- „Without You“
- „Same Ol’ Situation“
gehören bis heute zum Pflichtprogramm jeder Rock-Playlist.
Gerade Mick Mars bewies auf diesem Album eindrucksvoll, warum er zu den unterschätztesten Gitarristen der Hard-Rock-Geschichte zählt. Seine schweren Blues-Licks, sein aggressiver Ton und sein einzigartiges Feeling verliehen den Songs ihre düstere Seele.
DER STILLE DUNKLE HELD DER BAND
Während andere Mitglieder von Mötley Crüe oft für Skandale, Exzesse und Schlagzeilen sorgten, blieb Mick Mars meist der ruhige Gegenpol — geheimnisvoll, introvertiert und komplett fokussiert auf seine Musik.
Trotz jahrelanger gesundheitlicher Probleme und chronischer Schmerzen stand er weiterhin auf der Bühne und kämpfte sich durch Tourneen, Studioaufnahmen und Live-Shows.
Genau deshalb gilt Mick Mars heute für viele Fans als einer der authentischsten und härtesten Charaktere der gesamten Hard-Rock-Szene.
Mit seiner Aufnahme in die Metal Hall of Fame wird nun endlich auch offiziell gewürdigt, welchen gewaltigen Einfluss er auf Generationen von Rock- und Metal-Musikern hatte.
Und eines steht fest:
Ohne Mick Mars wäre der Sound von Mötley Crüe niemals derselbe gewesen.