Mit großer Trauer erreichte die Rock- und Metalwelt am Wochenende die Nachricht vom Tod von Chris Glaub. Nach längerer Zeit im Krankenhaus hat er seinen letzten Kampf leider verloren. Wenige Tage vor seinem 64. Geburtstag ist damit eine Persönlichkeit von uns gegangen, die über Jahrzehnte hinweg die deutsche Rock- und Metalszene begleitet und geprägt hat.
Chris Glaub war weit mehr als nur ein Musikjournalist. Als langjähriger Redakteur des Break Out Magazins gehörte er zu den festen Größen der Szene. Seine Artikel zeichneten sich durch Ehrlichkeit, Leidenschaft, Humor und eine bemerkenswerte Detailgenauigkeit aus. Er schrieb nie für Schlagzeilen, sondern für die Musik und die Menschen dahinter.
Über die Jahre begleitete Chris unzählige Künstler und Bands – von regionalen Nachwuchsacts bis hin zu internationalen Größen. Namen wie Demon, Jutta Weinhold, HIM oder Faith No More sind nur einige Beispiele aus einer langen Liste von Künstlern, über die er berichtete und mit denen er in engem Kontakt stand.
Wer Chris persönlich kannte, wusste, dass er den Rock’n’Roll nicht nur schrieb, sondern lebte. Seine Begeisterung für die Musik war ansteckend, seine Meinung geschätzt und sein Charakter unverwechselbar. In der Szene war er bekannt und respektiert – ein Mensch, der stets authentisch blieb und dessen Leidenschaft niemals nachließ.
Besonders bewegend ist der offizielle Nachruf des Break Out Magazins, für das Chris über Jahrzehnte eine tragende Säule war. Dort heißt es:
„Chris Glaub ist ein Urgestein des Break Out gewesen, war seit Jahrzehnten dabei. Bekannt vor allem durch seine authentische Schreibweise, verbunden mit Ehrlichkeit, Humor und einer Akribie, die man heutzutage nicht mehr so häufig findet. Chris Glaub war durch und durch mit dem Rock-Virus infiziert.“
Weiter schreibt die Redaktion:
„In knapp zwei Wochen wäre Chris Glaub 64 Jahre alt geworden, und wir hätten ihn noch gerne lange unter uns gehabt. Nun gilt es Abschied zu nehmen von einem Freund, der das Break Out über Jahrzehnte geprägt hat, der in der Rockmusik seine Erfüllung gefunden hat.“
Diese Worte beschreiben wohl am besten, was Chris Glaub für viele Menschen in der Szene war: ein leidenschaftlicher Musikliebhaber, ein geschätzter Kollege und ein Freund.
Mit Chris Glaub verliert die Rock- und Metalgemeinschaft eine Stimme, die über Jahrzehnte hinweg untrennbar mit dem deutschen Musikjournalismus verbunden war. Sein Vermächtnis wird in seinen Artikeln, seinen Erinnerungen und den vielen Begegnungen weiterleben, die er hinterlassen hat.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Lebensgefährtin, seiner Familie, seinen Freunden sowie der gesamten Break Out Redaktion.
Ruhe in Frieden, Chris Glaub.
Danke für alles, was du für den Heavy Metal, den Hard Rock und die Musikszene geleistet hast. Du wirst nicht vergessen werden.
Metalheads World