Veröffentlicht am 10. Juni 1996
Kaum ein Metallica-Album hat die Fangemeinde so gespalten wie Load. Geliebt, gehasst, verteidigt, beschimpft – über dieses Album wird auch 30 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch leidenschaftlich diskutiert.
Nach dem gigantischen Erfolg des „Black Album“ schlugen Metallica 1996 eine völlig neue Richtung ein. Statt Thrash Metal standen plötzlich Blues-, Southern-Rock- und Hard-Rock-Einflüsse im Mittelpunkt. Für viele Fans war das damals ein Schock. Die kurzen Haare, das neue Image und der veränderte Sound sorgten für heftige Kontroversen.
Doch mit etwas Abstand betrachtet enthält Load einige echte Perlen, die heute deutlich mehr Anerkennung erhalten als damals. Songs wie „Until It Sleeps“, „King Nothing“, „Bleeding Me“, „Hero Of The Day“ und „The Outlaw Torn“ gehören zu den stärksten Kompositionen, die Metallica in den 90er Jahren veröffentlicht haben.
Besonders „Bleeding Me“ und „The Outlaw Torn“ zeigen eine emotionale und musikalische Tiefe, die man der Band in dieser Form zuvor kaum zugetraut hätte.
Und hier kommt noch eine interessante Tatsache für alle Metalheads:
Wusstet ihr, dass das berühmte Albumcover tatsächlich aus einer Mischung von Blut und Sperma besteht? Das Cover basiert auf dem Kunstwerk „Semen and Blood III“ des amerikanischen Künstlers Andres Serrano. Genau diese ungewöhnliche Hintergrundgeschichte trug zusätzlich zum kontroversen Ruf des Albums bei.
Metalheads World Fazit
Load ist sicherlich kein klassisches Thrash-Metal-Album. Aber es ist auch weit besser, als viele Kritiker ihm damals zugestehen wollten. Wer bereit ist, die Erwartungen an ein typisches Metallica-Album einmal beiseitezulegen, entdeckt hier eine Reihe großartiger Songs, die hervorragend gealtert sind.
Die große Frage an euch:
Seid ihr Team „Load ist ein Meisterwerk“ oder Team „Hier begann Metallicas Irrweg“?
