Selten habe ich mich auf neues Material einer Band so gefreut wie auf das neue Album „Fire“ von den Schweizer Rockern Voltage Arc.
Bevor wir uns dem neuen Longplayer widmen, möchte ich einen kleinen persönlichen Rückblick wagen. Meine Geschichte mit Voltage Arc reicht bis ins Jahr 2001 zurück. Schon damals gefiel mir dieser rotzige, ehrliche und sympathische Stil der Band. Man merkte sofort: Diese Jungs brennen für Rock’n’Roll.
Bereits damals hatte ich ihnen bescheinigt, dass sie ihren Weg gehen würden, wenn sie konsequent weitermachen. Genau das ist passiert. Heute spielen die Jungs auf großen Festivals, ihre Fanbase wächst kontinuierlich und sie haben sich ihren Platz in der Rockszene mehr als verdient.

Doch kommen wir zum neuen Album.
Bereits das Intro lässt aufhorchen. Man spürt sofort, dass hier etwas Großes auf den Hörer zukommt. Und genau so ist es.
Mit „Hard Way“ legen Voltage Arc los wie die Feuerwehr. Ein kraftvoller Rocker, der Erinnerungen an Krokus, Airbourne und andere große Namen des schnörkellosen Hard Rock weckt. Druckvoll, energiegeladen und genau die richtige Ansage zum Auftakt.
Auch der folgende Song hält das Niveau mühelos. Spätestens jetzt wird klar: Die Band meint es mit „Fire“ absolut ernst.
Mit „That Night“ folgt einer der ersten großen Höhepunkte des Albums. Der Song beginnt melodisch und entwickelt sich Stück für Stück zu einem echten Killertrack. Stilistisch fühle ich mich hier stellenweise an Black Diamonds oder The New Roses erinnert. Für mich der perfekte Soundtrack für den kommenden Sommer: Verdeck runter, Lautstärke hoch und den Wind um die Nase wehen lassen.
Der Titelsong „Fire“ setzt den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Dabei fällt immer deutlicher auf, wie hervorragend dieses Album produziert wurde. Hier sitzt jedes Detail an der richtigen Stelle.
„Let’s Rock“ macht seinem Titel alle Ehre. Ein Partyrocker erster Güte, der sich problemlos zu einem zukünftigen Publikumsliebling entwickeln könnte.
Mit „Higher“ schaltet die Band anschließend einen Gang zurück. Das Halftempo sorgt jedoch keineswegs für einen Spannungsabfall. Im Gegenteil: Genau solche Dynamikwechsel machen ein starkes Album aus und sorgen dafür, dass die Songs noch besser wirken.
„Blood“ fügt sich nahtlos in das hohe Qualitätsniveau des Albums ein und bestätigt erneut die enorme Konstanz der Band.
Mit „Dirty Dirty“ wird es wieder etwas rauer. Endlich kommt auch die geliebte Cowbell zum Einsatz und verleiht dem Song zusätzlichen Rock’n’Roll-Charme.
Die folgenden Tracks zeigen weitere Facetten der Band. Große Chöre, starke Hooks und jede Menge Mitsing-Potenzial sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.
Besonders „Shot “ ist ein kompromissloser Rocker, der noch einmal ordentlich Gas gibt.
Eine weitere Überraschung wartet gegen Ende des Albums mit Dopamine. Mit starken Chorgesängen und klassischen Rockeinflüssen fühlt man sich stellenweise an die großen Zeiten von Slade oder The Sweet erinnert. Genau solche Momente machen „Fire“ zu mehr als nur einem weiteren Hard-Rock-Album.
Den Abschluss bildet „Life Lover“, das den Longplayer mit einer ordentlichen Portion Party-Rock und guter Laune ausklingen lässt.
FAZIT
Was bei der ersten EP „Rebels“ (2021) begann und über die Alben „In Your Face“ (2022) sowie „Sextasy“ (2024) konsequent weiterentwickelt wurde, erreicht mit „Fire“ einen neuen Höhepunkt.
Die Band klingt gereifter, selbstbewusster und stärker denn je. Jeder Song hat seine Berechtigung, Ausfälle sucht man vergeblich.
Keine Füller – nur Killer.
Mit dem fertig produzierten Album „Fire“ stehen Voltage Arc in den Startlöchern für ihren bislang größten Karriereschritt. Dieses Album besitzt das Potenzial, die Herzen aller Rockfans mit einem gewaltigen Stromstoß wiederzubeleben und schneller schlagen zu lassen als je zuvor.
Wer auf ehrlichen, energiegeladenen Hard Rock mit starken Hooks, großartigen Melodien und jeder Menge Herzblut steht, sollte sich den 29. August 2026 rot im Kalender markieren.
VÖ: 29.08.2026
Bewertung: 10/10
