Mehr als 20 Jahre nach ihrem Ausstieg bei NIGHTWISH spricht Tarja Turunen weiterhin offen über die schwierige Zeit am Ende ihrer Karriere mit der finnischen Symphonic-Metal-Band.
In einem aktuellen Interview wurde die Sängerin gefragt, ob sie eines Tages ihre eigene Autobiografie schreiben und dabei ihre Sicht auf die Ereignisse rund um ihre Trennung von NIGHTWISH schildern würde.
Tarja schloss dies nicht aus.
Sie erklärte, dass sie während der Corona-Pandemie bereits ein Buch über ihre Karriere geschrieben habe. Dabei habe sie jedoch bewusst nur wenig über ihre Zeit bei NIGHTWISH gesprochen. Ob sie eines Tages ihre komplette Geschichte erzählen werde, lasse sie offen.
Gleichzeitig machte die Sängerin deutlich, dass sie sich heute deutlich glücklicher fühlt als während ihrer letzten Jahre in der Band.
„Ich würde niemals dorthin zurückkehren wollen, wo ich damals mit NIGHTWISH war“, erklärte Tarja. „Es war so miserabel. Es waren keine glücklichen Zeiten.“
Die Sängerin betonte, dass Musik eigentlich Freude bereiten sollte – sowohl den Musikern als auch den Fans. Genau dieses Gefühl habe sie heute als Solokünstlerin wiedergefunden.
Besonders hob sie ihr aktuelles Team hervor, das sie auf Tour begleitet. Musiker, Crew und enge Weggefährten würden für eine familiäre Atmosphäre sorgen, die sie während ihrer letzten NIGHTWISH-Jahre vermisst habe.
Auch ihre Zusammenarbeit mit dem ehemaligen NIGHTWISH-Bassisten Marko Hietala erwähnte sie positiv. Die beiden verbindet bis heute eine enge Freundschaft und gegenseitiger Respekt.
Tarjas Ausstieg bei NIGHTWISH zählt bis heute zu den kontroversesten Trennungen der Metal-Geschichte. Nach dem Ende der Tournee 2005 wurde sie durch einen offenen Brief der übrigen Bandmitglieder entlassen, der gleichzeitig auf der offiziellen Website veröffentlicht wurde.
Die Ereignisse sorgten damals weltweit für Schlagzeilen und spalteten die Fangemeinde.
Während NIGHTWISH-Mastermind Tuomas Holopainen die Entscheidung später als eine der schwierigsten seines Lebens bezeichnete, erklärte Tarja mehrfach, dass die Art ihrer Entlassung gezeigt habe, dass die Bandmitglieder nicht ihre Freunde gewesen seien.
Trotz der schwierigen Vergangenheit blickt die Sängerin heute nach vorne. Mit ihrem neuen Album „Frisson Noir“, das am 12. Juni erschienen ist, präsentiert sie nach eigenen Angaben das härteste Werk ihrer gesamten Solokarriere.
Und eines macht Tarja auch 2026 unmissverständlich klar: Die Vergangenheit wird sie niemals vergessen, doch ihr Fokus liegt längst auf ihrer eigenen Zukunft.