Review | VÖ: 03. Juli 2026 | Fireflash Records
Es gibt Bands, die einem bereits beim ersten Kennenlernen positiv im Gedächtnis bleiben. Genau so ging es mir mit HARSH. Ich hatte die sympathischen Franzosen bereits vor einiger Zeit bei Metalheads Forever zu Gast und schon damals war ich beeindruckt – nicht nur von ihrer Musik, sondern vor allem von ihrer Einstellung. Ihre Zielstrebigkeit, ihre Bodenständigkeit und der unbedingte Wille, sich Schritt für Schritt nach oben zu arbeiten, waren in jedem Satz des Interviews zu spüren.
Umso mehr freut es mich, heute ihr neues Album „Feels“ in den Händen zu halten.
Und ich kann gleich vorwegnehmen: HARSH haben den nächsten großen Schritt gemacht.
„Feels“ ist kein Album, das versucht, Trends hinterherzulaufen. Vielmehr spielt die Band genau den Hard Rock, den sie liebt – ehrlich, mitreißend und voller Leidenschaft. Man hört vom ersten Ton an, dass hier vier Musiker am Werk sind, die genau wissen, wohin sie wollen.
Die Produktion klingt kraftvoll und modern, ohne dabei den klassischen Hard-Rock-Charme zu verlieren. Die Gitarren liefern druckvolle Riffs und geschmackvolle Soli, während Bass und Schlagzeug das Fundament mit jeder Menge Groove legen. Besonders gefallen hat mir, dass HARSH immer wieder kleine Überraschungen einbauen, ohne den roten Faden zu verlieren. So sorgt beispielsweise das Banjo bei „Forever Yesterday“ für eine unerwartete, aber hervorragend funktionierende Klangfarbe.
Mein persönliches Highlight ist allerdings „Don’t Mess With Me“. Genau so muss moderner Hard Rock klingen: Ein Riff, das sofort hängen bleibt, ein Refrain mit Ohrwurmgarantie und eine Energie, die den Lautstärkeregler automatisch nach rechts wandern lässt.
Auch Songs wie „Back To Life“ zeigen eindrucksvoll, wie stark sich die Band musikalisch entwickelt hat. Die Gitarrenarbeit ist erstklassig und beweist, dass hier nicht nur Wert auf Härte, sondern auch auf Melodie gelegt wird.
Besonders überrascht hat mich die Coverversion von „Maniac“. Solche Songs neu zu interpretieren, ist immer ein Risiko. HARSH gelingt jedoch das Kunststück, dem Klassiker eine eigene Identität zu verleihen, ohne den Charme des Originals zu verlieren.
Was mich an diesem Album aber am meisten begeistert, ist die Entwicklung der Band insgesamt. Wer das Interview von damals kennt, wird sofort erkennen, dass HARSH ihren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. Sie wirken musikalisch gereifter, selbstbewusster und noch fokussierter als zuvor.
Genau diese Zielstrebigkeit hatte mich bereits damals beeindruckt – und „Feels“ bestätigt eindrucksvoll, dass sich harte Arbeit und Leidenschaft auszahlen.
Ich bin überzeugt, dass HARSH mit diesem Album viele neue Fans gewinnen werden. Für mich gehören sie zu den spannendsten Hard-Rock-Bands Europas und ich bin sicher, dass dies noch lange nicht das Ende ihrer Entwicklung ist.
Fazit
Mit „Feels“ veröffentlichen HARSH ihr bislang stärkstes Album. Die sympathischen Franzosen verbinden klassische Hard-Rock-Einflüsse mit modernen Arrangements, hervorragendem Songwriting und einer Produktion auf internationalem Niveau.
Für mich ist dieses Album ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung.
Ich freue mich schon jetzt darauf, die Band bald wieder live zu erleben und ihren weiteren Weg zu verfolgen.
Metalheads World Wertung: 10/10
Ein Album, das ich jedem Hard-Rock-Fan uneingeschränkt ans Herz legen kann.
