Mit ihrem Debütalbum „Deja Vu Letters“ kommt eine junge Band mit Namen ROMEO aus Italien über die Alben gedonnert, um ihre Art der Rockmusik vorzustellen. Die Band gibt selber an, ihre tragische, romantische und bittersüße Seite zu zeigen. Dabei orientieren sich ROMEO, obwohl sie diese Ära nicht miterlebt haben, an den späten 70er- und frühen 80er-Jahren. ROMEO werden als laute und stolze Rock N Roll Band angekündigt, deren Sound vom legendären Vintage-Sound der oben erwähnten Zeiten inspiriert ist. Lässt die Band den Geist von Thin Lizzy, UFO und Cheap Trick wieder aufleben? Das hört sich äußerst spannend an und scheint ein fast unmögliches Unterfangen zu sein, den Geist besonders von Thin Lizzy wieder zurückzubringen.
Zur Besetzung gehören Max Colliva an Mikrofon und Gitarre, Andrea Zanolli ebenfalls Gitarre, Ruby B am Bass und Luke Cocchieri am Schlagzeug. Max hat eine besondere und vorlaute Art zu singen und erinnert an die gute alte Glam Rock Zeit der späten 70er-Jahre. Die Gitarren fahren das komplette Classic Rock Brett auf, der Bass hält sich gegenüber den Gitarren ein wenig weiter im Hintergrund auf. Die Drums, nicht so auf Krawall gemischt, können vielleicht gerade deshalb Akzente setzen.
Wo liegen ROMEO nun stilistisch? Sobald man die ersten Takte des Openers wahrnimmt, ist es klar, dass die Band sich im Classic / Hard Rock befindet, der sehr tief in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren verwurzelt ist. Zu heftig wird es auf dem Album nie, sondern die Band befindet sich stets in einem Fahrwasser der angenehmen Töne, die mehr als nur bekömmlich sind. Dabei bieten ROMEO einen coolen Mix aus Tom Petty, Cheap Trick, ein wenig The Hellacopters dort, Märvel hier und Starmen da, ohne die stark ausgeprägten Kiss Vibes. Dabei haben ROMEO einen sehr langen Blick oder auch mehr als nur ein Ohr in Richtung britische Insel getätigt. Auffällig ist auf „Deja Vu Letters“, dass sich keines der Instrumente versucht, in den Vordergrund zu drängen, sondern sich auf Augenhöhe befindet, um die Stimme von Max mit aller Kraft zu unterstützen, ohne ihn dabei alt aussehen zu lassen.
Eine sehr gelungene erste Vorstellung von ROMEO, mit einem kleinem Kritikpunkt, der sich in der kurzen Laufzeit äußert.
Anspieltipps
- Frankfurt Lights
- Italian Guy
- True Confessions
- Soul Staller
- No More Chances
Tracklist
- Frankfurt Lights
- Italian Guy
- True Confessions
- Romeo (A Loyal Borderline)
- Soul Staller
- No More Chances
- I Need To Know
- What’s Going On
- Decadent Man
Bewertung: 8/10
Laufzeit: 31:47
Label: Street Symphonies Records
VÖ: 29.05.2026
Genre: Classic Rock
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