Slipknot-Frontmann Corey Taylor hat in einem aktuellen Interview mit dem Podcast Last Meals von Mythical Kitchen ungewöhnlich offen über seine psychische Gesundheit gesprochen. Der 52-Jährige erklärte, dass er vor rund drei Jahren an einem Punkt angekommen sei, an dem er erkannt habe, wie sehr sein Verhalten die Menschen in seinem Umfeld belastet hatte.
Taylor sagte, er sei eines Tages aufgewacht und habe festgestellt, dass er nicht glücklich gewesen sei. Dabei habe er erkannt, dass er Menschen verletzt habe, die ihm am meisten bedeuteten – darunter Familienmitglieder und Kollegen. Rückblickend beschreibt er diese Zeit als einen schleichenden Prozess, der sich über Jahre entwickelt habe, bis er schließlich die Person, die er geworden war, selbst nicht mehr habe ausstehen können.
Um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, entschied sich Taylor für professionelle Hilfe. Nach eigenen Angaben arbeiten heute sogar drei Therapeuten gemeinsam mit ihm an seiner Behandlung. Den Weg beschreibt er als einen langen und schwierigen Prozess, bei dem es darum gehe, sich seinen Fehlern zu stellen und – soweit möglich – Wiedergutmachung zu leisten.
Eine entscheidende Rolle auf diesem Weg spielt laut Taylor seine Ehefrau Alicia Taylor. Er bezeichnet sie als die erste Person in seinem Leben, die ihn bedingungslos so akzeptiert habe, wie er ist. Ohne ihre Unterstützung, so Taylor, wäre er heute möglicherweise nicht mehr da.
Mit seiner Offenheit setzt Corey Taylor ein wichtiges Zeichen dafür, dass auch erfolgreiche Musiker mit psychischen Belastungen kämpfen können – und dass professionelle Hilfe ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Besserung sein kann.