TEXT & FOTOS: VANESSA
Obwohl wir in diesem Jahr nur den zweiten Festivaltag besuchen konnten, hinterließ das Tombstone Rock Festival erneut einen rundum positiven Eindruck. Die Veranstaltung überzeugte mit einer gelungenen Bandauswahl, einer entspannten Atmosphäre und einem Publikum, das den Tag von der ersten bis zur letzten Band sichtbar genoss.
Den Auftakt machten traditionell die Old Stable Gamblers, die mit ihrem Country Rock den perfekten musikalischen Einstieg in den Festivaltag lieferten und das Gelände schnell in Stimmung brachten.
Im Anschluss präsentierten Drive Hunt aus Regensburg ihren melodischen Power Rock. Besonders Frontfrau Sabrina Sixx zeigte einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit. Während sie abseits der Bühne eher zurückhaltend wirkt, übernimmt sie live selbstbewusst die Rolle der Frontfrau und zieht das Publikum mit ihrer Bühnenpräsenz in den Bann. Gemeinsam mit ihren Bandkollegen überzeugte die Band mit einem energiegeladenen Auftritt und unterstrich ihr großes Potenzial.
Mit Rushmoon aus Landshut wurde das Tempo anschließend deutlich angezogen. Die Band präsentierte kompromisslosen Metal und sorgte dafür, dass sich vor der Bühne immer mehr Fans versammelten. Besonders erfreulich war zu sehen, dass auch viele junge Metalfans begeistert mit dabei waren.
Klassischer Hard Rock stand anschließend mit God’s Gift aus Regensburg auf dem Programm. Druckvolle Riffs, eingängige Songs und eine spielfreudige Band bestimmten den Auftritt. Vor allem Gitarrist Mark T. Wright ließ mit seinem Stil immer wieder Erinnerungen an Angus Young von AC/DC aufkommen und setzte zahlreiche Akzente.
Mit Call It A Day aus Würzburg schlug das Festival anschließend modernere Töne an. Die Band verbindet melodische Gitarren, eingängige Refrains, rhythmische Strophen und elektronische Elemente zu einem zeitgemäßen Post Hardcore Sound. Der abwechslungsreiche Auftritt zeigte, wie vielseitig das musikalische Konzept des Festivals ausgelegt ist.
Zu den Höhepunkten des Tages gehörte ohne Zweifel der Auftritt von StormHammer. Die deutschen Power Metaller präsentierten sich in starker Form und stellten Songs ihres neuen Albums Wrath Of The Hammer vor. Sieben Jahre nach Seven Seals markiert das aktuelle Werk einen wichtigen Neuanfang für die Band. Gründungsmitglied und Bassist Horst SH Teßmann hat in den vergangenen Jahren eine neue Besetzung aufgebaut, die mit Frontmann Manuel Nox einen charismatischen Sänger gewonnen hat. Die Mischung aus klassischem Heavy Metal, hymnischen Melodien und kraftvoller Bühnenpräsenz kam beim Publikum hervorragend an.
Den Abschluss des Festivaltages gestalteten GloryDaze aus München. Trotz der fortgeschrittenen Stunde war von Müdigkeit nichts zu spüren. Mit einer gelungenen Mischung aus eigenen Songs und bekannten Rock- und Metal-Klassikern sorgte die Band für einen stimmungsvollen Schlusspunkt und brachte die Zuschauer noch einmal kräftig in Bewegung.
Fazit
Das Tombstone Rock Festival bleibt ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Leidenschaft, Engagement und eine familiäre Atmosphäre den besonderen Charakter eines Festivals ausmachen. Das abwechslungsreiche Line-up bot für nahezu jeden Rock- und Metalfan passende musikalische Highlights. Dazu kamen eine ausgezeichnete Organisation, eine sehr gute Verpflegung und eine entspannte Stimmung, die den gesamten Festivaltag prägten.
Ein Festival, das einmal mehr bewiesen hat, wie lebendig die regionale Rock- und Metalszene ist. Wir freuen uns schon jetzt auf das Wiedersehen beim Tombstone Rock Festival 2027.


































