Der ehemalige Sex Pistols-Sänger John Lydon hat in einem neuen Interview mit dem Rolling Stone erneut scharfe Kritik an seinen früheren Bandkollegen Steve Jones, Paul Cook und Glen Matlock geübt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass eine Wiedervereinigung der Band für ihn ausgeschlossen ist.
Hintergrund ist der Rechtsstreit aus dem Jahr 2021 über die Verwendung von Musik der Sex Pistols in der Disney+-Serie Pistol von Regisseur Danny Boyle. Lydon hatte sich gegen den Einsatz der Songs ausgesprochen, verlor den Prozess jedoch. Die Serie wurde schließlich 2022 veröffentlicht.
Im Interview erklärte Lydon, dass ihn vor allem der Zeitpunkt der Klage tief getroffen habe. Seine Ehefrau Nora litt damals an Alzheimer und verstarb später an den Folgen der Erkrankung.
„Ich werde ihnen niemals verzeihen, wie sie mir diesen Gerichtsprozess aufgebürdet haben, während meine Frau an Alzheimer starb.“
Lydon erklärte weiter, dass der Rechtsstreit erhebliche finanzielle Belastungen verursacht habe. Nach seinen Angaben hätte das Geld stattdessen für die Pflege seiner Frau verwendet werden können.
Auch auf die Frage nach einer möglichen Wiedervereinigung der Sex Pistols reagierte der Sänger unmissverständlich.
„Die Chancen liegen bei minus unendlich.“
Zudem bezeichnete er die Serie Pistol erneut als „Mockumentary“ und kritisierte sowohl die Produktion als auch den damaligen Rechtsstreit scharf.
Mit seinen aktuellen Aussagen macht John Lydon deutlich, dass die Fronten zwischen ihm und seinen ehemaligen Bandkollegen weiterhin verhärtet sind und eine Versöhnung derzeit nicht in Sicht ist.