Für Mastodon beginnt mit Marrow Deep eine neue Ära. Im Interview mit Metal On Tap sprach Bassist und Sänger Troy Sanders über das am 28. August erscheinende neunte Studioalbum und erklärte, warum es für ihn ein ganz besonderes Werk ist.
Zum ersten Mal in der Bandgeschichte entstand ein Mastodon-Album vollständig mit fünf Musikern. Neben den langjährigen Mitgliedern Troy Sanders, Bill Kelliher und Brann Dailor wirkten auch Gitarrist Nick Johnston sowie Keyboarder João Nogueira aktiv am Songwriting und den Aufnahmen mit.
Sanders betonte, dass sich die Band fast zwei Jahre intensiv mit dem neuen Material beschäftigt habe. Nach einer langen Demo-Phase wurde das Album bereits vor rund acht oder neun Monaten fertiggestellt und wartet nun auf seine Veröffentlichung.
Inhaltlich orientiert sich Marrow Deep an den drei Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie, einer Idee von Schlagzeuger Brann Dailor. Für Sanders spiegelt dieses Konzept die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band auf besondere Weise wider.
Besonders stolz zeigt sich der Frontmann auf die neue Dynamik innerhalb der Band. Statt wie früher als Quartett zu arbeiten, sei das Album das Ergebnis einer offenen Zusammenarbeit aller fünf Musiker.
„Es fühlt sich wie der nächste richtige Schritt unserer eigenen Entwicklung an.“
Auch musikalisch habe sich Mastodon bewusst weiterentwickelt. Die zusätzlichen Keyboard-Arrangements, neue Klangfarben und der Einfluss von Nick Johnston hätten dem Album eine frische Richtung verliehen, ohne den charakteristischen Mastodon-Sound zu verlieren.
Marrow Deep wurde gemeinsam mit Patrik Berger und Kurt Ballou produziert und von Andrew Scheps gemischt. Als erste Single erschien bereits Snakes For Dinner, auf der Josh Homme von Queens Of The Stone Age als Gastmusiker zu hören ist.
Nach der Veröffentlichung des Albums gehen Mastodon auf die Poisonous Weapons Tour, bei der Deafheaven und Alcest als Special Guests mit dabei sein werden.
Mit Marrow Deep möchten Mastodon nach eigener Aussage nicht nur ein neues Album veröffentlichen, sondern den Beginn eines neuen Bandkapitels einläuten – ein Kapitel, das Troy Sanders als die konsequente Weiterentwicklung der Bandgeschichte bezeichnet.
