
Die indischen Heavy-Metal-Veteranen von Kryptos haben nach einem jahrelangen Rechtsstreit endlich ein Urteil erreicht – doch trotz des juristischen Erfolgs bleibt ein bitterer Nachgeschmack.
Wie die Band jetzt öffentlich bekanntgab, wurde sie vor rund zwei Jahren während einer Tour offenbar von einer Person hintergangen, der sie vertraut hatte: ihrem damaligen Tourvan-Fahrer David S. alias „PerroLoco“ aus Tschechien.
Laut Statement der Band soll Stanek mehrere wertvolle Ausrüstungsgegenstände entwendet haben, darunter Gibson-Gitarren, Pedale, digitale Geräte sowie ein komplettes Drumkit. Der Schaden beläuft sich laut Kryptos auf mehr als 8.000 Euro.
Besonders dramatisch: Der Vorfall ereignete sich direkt zu Beginn der Tour und führte zu erheblichen Zusatzkosten, Verzögerungen und massivem Stress für die Band. Trotz der schwierigen Situation entschieden sich Kryptos jedoch, die Tour fortzusetzen und keine einzige Show abzusagen – echter Roadwarrior-Spirit.
Unterstützung erhielt die Band dabei unter anderem von Yorck Segatz, Sabrina Bauer, David Anyz und Chris Blankenaulland.
Gericht spricht David. schuldig
In den vergangenen zwei Jahren kämpften Kryptos über das tschechische Rechtssystem um Gerechtigkeit – nun mit offiziellem Erfolg: Ein tschechisches Gericht sprach David S. schuldig und ordnete Entschädigungszahlungen in Höhe von über 6.000 Euro an.
Doch genau an diesem Punkt nimmt die Geschichte ihre nächste bittere Wendung. Laut Aussage der Band sei Stanek finanziell nicht in der Lage, die Summe zurückzuzahlen. Damit bleibt der juristische Sieg zwar bestehen, die tatsächlichen Verluste jedoch weiterhin ungelöst.
Neben dem finanziellen Schaden schmerzt die Band vor allem der Verlust ihres langjährigen Equipments – Instrumente und Geräte, die über viele Jahre hinweg Teil zahlloser Konzerte und Studioaufnahmen waren.
Verbindung zu Metalheads Forever
Kryptos sind internationalen Metalfans längst ein Begriff und waren in der Vergangenheit auch bereits zu Gast in der Metalheads Forever Rockcast Show, wo die Band ausführlich über ihre Musik, ihre Geschichte und die Metalszene in Indien sprach.
Die Band zählt seit Jahren zu den wichtigsten Heavy-Metal-Acts Indiens und hat sich weltweit mit kompromisslosem klassischen Heavy Metal und starken Liveshows einen Namen gemacht.
Hoffnung auf Hinweise aus der Metalszene
Die Musiker bedankten sich ausdrücklich bei Lukas Blahus und Ludek Trdlica, die sie während des komplizierten Rechtsstreits unterstützten.
Gleichzeitig richtet sich die Band nun direkt an die tschechische Metalszene: Das gestohlene Equipment soll sich laut Kryptos weiterhin irgendwo in Tschechien befinden. Hinweise könnten daher weiterhin helfen, zumindest einen Teil der Ausrüstung zurückzubekommen.
Metalheads World Meinung
Geschichten wie diese zeigen die harte Realität hinter dem Tourleben. Vertrauen ist auf der Straße alles – und genau deshalb trifft ein solcher Verrat eine Band besonders hart.
Kryptos haben trotz aller Rückschläge weitergemacht, die Tour durchgezogen und sich über Jahre hinweg durch ein kompliziertes internationales Rechtssystem gekämpft.
Ein bitterer Sieg – aber auch ein klares Zeichen dafür, niemals aufzugeben.