BERICHT & FOTOS: VANESSA MUELLER
Am 7. August 2026 stand die Summerstage im Airport Obertraubling ganz im Zeichen des klassischen Hard Rock. Bevor Marc Storace mit seiner Band und einer Mischung aus Solomaterial und zahlreichen Krokus-Klassikern die Bühne übernahm, sorgten Major Overdrive für den passenden Auftakt.
MAJOR OVERDRIVE ERÖFFNEN DEN ABEND
Pünktlich um 19:30 Uhr ging es mit Major Overdrive los. Das Power-Trio aus Pleystein in der nördlichen Oberpfalz hat sich groovigem, melodischem Hard Rock und Heavy Rock mit einer zusätzlichen Portion Metal verschrieben.
Schon optisch besitzt die Band derzeit einen hohen Wiedererkennungswert: Die drei Musiker betreten die Bühne einheitlich in orangefarbenen NASA-Overalls. Bei einem Song wird das Trio sogar um einen silbernen Astronauten an der Keyguitar erweitert.
Doch hinter der Show steckt vor allem eine klassische Rockbesetzung, die den Abend mit ordentlich Druck eröffnet.
MAJOR OVERDRIVE – BESETZUNG
Mathias „Lemmy“ Kiener – Gesang, Bass
Max Müller – Gitarre
Michi Müller – Schlagzeug
Damit war die Betriebstemperatur erreicht und die Bühne bereit für eine Stimme, die seit Jahrzehnten zu den unverwechselbarsten des europäischen Hard Rock gehört.
MARC STORACE – EINE STIMME, DIE NICHT ALTERT
Dann war es Zeit für Marc Storace.
Der langjährige Krokus-Frontmann präsentierte auf der Summerstage eine Setlist, die Material seines Soloprojekts mit zahlreichen Songs aus seiner langen Krokus-Geschichte verband.
Und wer bei einem 75-jährigen Sänger möglicherweise einen etwas ruhigeren Auftritt erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt.
Storace präsentierte sich trotz seines Alters und eines künstlichen Hüftgelenks in beeindruckender körperlicher Verfassung. Vor allem aber ist da immer noch diese Stimme.
Markant, rau und sofort wiederzuerkennen – genau jener Gesang, der über Jahrzehnte hinweg einen wesentlichen Teil des Sounds von Krokus geprägt hat. Es macht schlichtweg Spaß, diesem Ausnahmesänger zuzusehen und vor allem zuzuhören.
EINE BAND, DIE DEM FRONTMANN IN NICHTS NACHSTEHT
Marc Storace stand in Obertraubling allerdings keineswegs allein im Mittelpunkt. Hinter ihm arbeitete eine hervorragend aufgestellte Band.
An der Gitarre überzeugte Anna Cara, die zuvor mit Alice Cooper auf Tour gewesen war. Gemeinsam mit Gitarrist Dom Favez sorgte sie für das notwendige Rockfundament und jede Menge Gitarrenpower.
Am Bass stand Emi „Bassbabe“ Meyer, während Patrick Aeby am Schlagzeug den mächtigen Rhythmus-Unterbau lieferte.
Das Zusammenspiel der Musiker gab Storace genau die Plattform, die seine unverwechselbare Stimme benötigt. Solomaterial und Krokus-Songs funktionierten dabei gleichermaßen und machten deutlich, dass hier nicht nur ein legendärer Sänger mit Begleitmusikern auf der Bühne steht, sondern eine hervorragend eingespielte Rockband.
MARC STORACE & BAND – BESETZUNG
Marc Storace – Gesang
Anna Cara – Gitarre
Dom Favez – Gitarre
Emi „Bassbabe“ Meyer – Bass
Patrick Aeby – Schlagzeug
FAZIT
Der Abend im Airport Obertraubling zeigte eindrucksvoll, warum Marc Storace auch nach Jahrzehnten auf der Bühne noch immer eine besondere Stellung im europäischen Hard Rock besitzt.
Mit 75 Jahren steht er auf der Bühne, singt diese Songs mit seiner unverkennbaren Stimme und besitzt dabei eine Präsenz, um die ihn manch wesentlich jüngerer Musiker beneiden dürfte.
Major Overdrive lieferten zuvor einen starken und unterhaltsamen Einstieg, bevor Storace und seine ausgezeichnete Band den Abend mit einer Mischung aus eigener Musik und Krokus-Geschichte vollendeten.
The Voice of Krokus? An diesem Abend wurde einmal mehr deutlich, warum dieser Name verdammt gut passt.






















