Damit dürfte wohl kaum jemand gerechnet haben: STEELHEART Frontmann Miljenko Matijevic schlägt musikalisch eine deutlich härtere Richtung ein. Gemeinsam mit dem ehemaligen IN FLAMES Gitarristen Niclas Engelin hat er das neue Projekt DEATH TO LOVE ins Leben gerufen. Zehn Songs sind bereits entstanden, die erste Single soll im Oktober 2026 erscheinen.
Wer Miljenko Matijevic vor allem mit STEELHEART Klassikern wie „Shes Gone“ und „Ill Never Let You Go“ verbindet, dürfte bei seinem neuen Projekt eine Überraschung erleben. Der Sänger arbeitet gemeinsam mit dem schwedischen Gitarristen Niclas Engelin an Musik, die nach eigener Aussage wesentlich härter ausfällt als alles, womit man Matijevic normalerweise verbindet.
In einem Interview mit „Laughing Monkey With Shawn Ratches“ sprach der STEELHEART Sänger ausführlicher über die Zusammenarbeit und verriet erstmals den Namen des Projekts: DEATH TO LOVE.
ZEHN SONGS MIT NICLAS ENGELIN
Matijevic hatte nach eigenen Angaben schon länger die Vorstellung, etwas völlig anderes als seine bisherige Rockmusik zu machen und dabei eine deutlich härtere Richtung einzuschlagen. Über einen schwedischen Freund kam schließlich der Kontakt zu Niclas Engelin zustande.
Die Zusammenarbeit entwickelte sich offenbar schnell. Engelin brachte musikalisches Material mit und gemeinsam entstanden zehn Songs. Matijevic beschrieb den Entstehungsprozess als ausgesprochen spontan: Zunächst habe er auf die Musik gesungen, was ihm unmittelbar in den Sinn kam, bevor anschließend Texte und weitere Details ausgearbeitet wurden.
Und wer sich fragt, wie DEATH TO LOVE klingen sollen, bekommt von Matijevic bereits eine ziemlich klare Ansage.
Er beschreibt die Musik als einen sehr schweren Gothenburg Sound kombiniert mit seiner Stimme.
Damit bewegt sich der STEELHEART Sänger auf einem Terrain, für das sein neuer musikalischer Partner bestens bekannt ist.
VON STEELHEART ZU GOTHENBURG METAL
Niclas Engelin blickt auf eine lange Verbindung zur schwedischen Metal Szene zurück. Er war über mehrere Phasen Mitglied von IN FLAMES und gehört heute unter anderem zu THE HALO EFFECT, wo mehrere Musiker mit IN FLAMES Vergangenheit gemeinsam aktiv sind.
Bei DEATH TO LOVE soll Matijevic seine Stimme offenbar wesentlich vielseitiger und extremer einsetzen, als viele Fans es von STEELHEART gewohnt sind.
Der Sänger erklärte, dass die Aufnahmen von Screams und aggressivem Gesang bis hin zu tiefen, weichen und melodischen Passagen reichen. Gleichzeitig bezeichnete er die Musik als intensiv und die Texte als persönlich und tiefgehend. Dabei sollen auch Erfahrungen aus seinem eigenen Leben verarbeitet werden.
WAS BEDEUTET DEATH TO LOVE?
Auch den ungewöhnlichen Projektnamen erklärte Matijevic.
DEATH TO LOVE sei nicht im Sinne von „Liebe töten“ gemeint. Die Bedeutung sei vielmehr, dass man nach dem Tod zur Liebe gelangt.
Weitere Einzelheiten über einen möglichen Albumtitel oder eine komplette Tracklist wurden bislang nicht bekannt gegeben.
ERSTE SINGLE FÜR OKTOBER 2026 GEPLANT
Lange müssen Fans möglicherweise nicht mehr auf einen ersten Eindruck warten. Die Veröffentlichung der ersten DEATH TO LOVE Single ist derzeit für Oktober 2026 vorgesehen.
Einen konkreten Termin nannte Matijevic noch nicht. Das Projekt wolle die Veröffentlichung sorgfältig vorbereiten und die neue Musik nicht einfach ohne entsprechende Planung auf den Markt bringen.
Auch Live-Auftritte sind grundsätzlich vorgesehen.
Matijevic und Engelin würden das Projekt gerne auf die Bühne bringen. Dabei denkt der Sänger offenbar größer als an eine klassische Clubtour und spricht von einer umfangreicheren Show. Konkrete Konzerttermine gibt es bislang allerdings nicht.
EINE VÖLLIG NEUE SEITE VON MILJENKO MATIJEVIC
Für Matijevic könnte DEATH TO LOVE eines der ungewöhnlichsten Projekte seiner bisherigen Karriere werden. Der Sänger wurde Anfang der 1990er Jahre mit STEELHEART und seiner außergewöhnlich hohen Stimme international bekannt.
Nun trifft diese Stimme auf einen Gitarristen, dessen musikalische Geschichte eng mit dem Gothenburg Metal verbunden ist.
Wie diese Kombination tatsächlich klingt, werden wir voraussichtlich im Oktober erstmals hören.
STEELHEART trifft auf Gothenburg Metal: Allein diese Kombination macht DEATH TO LOVE zu einem der interessantesten neuen Projekte, die derzeit im Hard & Heavy Bereich entstehen.