EIN MOMENT, DER VIELE ROCKFANS BERÜHREN DÜRFTE: DER 2022 VERSTORBENE FOO-FIGHTERS-DRUMMER TAYLOR HAWKINS IST IN DER NEUEN DOKUMENTATION „TRAVIS BARKER: LOUDER THAN FEAR“ ZU SEHEN. DAS MATERIAL ENTSTAND, WEIL TRAVIS BARKER BEREITS VOR MEHR ALS ZEHN JAHREN MIT DER ARBEIT AN SEINEM SEHR PERSÖNLICHEN FILMPROJEKT BEGANN.
Vier Jahre nach seinem Tod taucht Taylor Hawkins noch einmal in bislang für die Dokumentation verwendetem Interviewmaterial auf. Der ehemalige Foo-Fighters-Schlagzeuger ist im Trailer zu „Travis Barker: Louder Than Fear“ zu sehen und spricht darin über seinen Schlagzeugkollegen Travis Barker.
Die rund 90-minütige Dokumentation erscheint am Donnerstag, 13. August 2026, in den USA über Hulu beziehungsweise Hulu on Disney+ und international über Disney+.
TAYLOR HAWKINS ÜBER TRAVIS BARKER
Dass Hawkins in der Dokumentation zu sehen ist, hat einen besonderen Hintergrund. Barker zufolge befand sich das Projekt mehr als zehn Jahre in Arbeit. Hawkins Beitrag wurde dementsprechend lange vor seinem Tod aufgezeichnet.
Im Trailer erinnert sich Hawkins daran, dass Barker schon früh eine besondere Ausstrahlung besessen habe und für ihn absehbar gewesen sei, dass dieser einmal zu einer Attraktion innerhalb einer Band werden würde.
Die Verbindung der beiden Schlagzeuger reichte weit über gegenseitige Anerkennung hinaus. Nach Hawkins Tod spielte Barker 2022 bei beiden großen Taylor Hawkins Tribute Concerts, im Londoner Wembley Stadium sowie im Kia Forum in Los Angeles.
Hawkins starb am 25. März 2022 im Alter von 50 Jahren.
DER FLUGZEUGABSTURZ, DER BARKERS LEBEN VERÄNDERTE
Im Zentrum von „Louder Than Fear“ steht ein Ereignis, das Travis Barkers Leben fundamental veränderte: der Flugzeugabsturz vom September 2008.
Barker und Adam „DJ AM“ Goldstein überlebten das Unglück, bei dem vier weitere Menschen ums Leben kamen. Barker erlitt schwere Verbrennungen an großen Teilen seines Körpers, verbrachte Monate im Krankenhaus und musste sich zahlreichen Operationen unterziehen.
Ein Jahr später starb auch Goldstein.
Die Dokumentation beschäftigt sich deshalb nicht nur mit Barkers Karriere als Schlagzeuger von Blink-182, sondern mit den körperlichen und psychischen Folgen des Unglücks, seiner damaligen Medikamentenabhängigkeit und der Frage, wie er sein Leben danach neu aufbauen konnte.
TOMMY LEE, BLINK-182 UND BARKERS FAMILIE
Neben Taylor Hawkins kommen zahlreiche Menschen aus Barkers musikalischem und privatem Umfeld zu Wort.
Seine Blink-182-Kollegen Mark Hoppus und Tom DeLonge sprechen über Barkers Einstieg in die Band. Auch Mötley-Crüe-Schlagzeuger Tommy Lee, Barkers Ehefrau Kourtney Kardashian und seine Kinder sind Teil des Films.
Regie führten Justin Krook und Michael Dwyer. Die Dokumentation feierte bereits am 13. Juni beim Tribeca Festival in New York ihre Premiere.
MEHR ALS EINE MUSIKDOKUMENTATION
„Travis Barker: Louder Than Fear“ dürfte damit weniger eine klassische Rock-Dokumentation als vielmehr die Geschichte eines Menschen sein, dessen Leben innerhalb weniger Sekunden völlig verändert wurde.
Dass darin auch Taylor Hawkins noch einmal zu Wort kommt, verleiht dem Film aus heutiger Sicht eine zusätzliche emotionale Dimension.
Zwei außergewöhnliche Schlagzeuger, deren Lebenswege sich immer wieder kreuzten – und ein Interview, dessen Bedeutung zum Zeitpunkt der Aufnahme niemand vorhersehen konnte.
