Schweren Herzens haben die Veranstalter die Absage des OS-Feast 2026 bekanntgegeben. Was über Jahre hinweg als leidenschaftliches Festival „von Fans für Fans“ gewachsen ist, fällt nun der harten Realität steigender Kosten zum Opfer.
Nach Angaben der Organisatoren seien die aktuell anstehenden Ausgaben nochmals deutlich höher als bereits 2024. Das ohnehin privat getragene Defizit würde sich dadurch weiter massiv erhöhen. Eine deutliche Anhebung der Ticketpreise kam für die Macher jedoch nicht infrage. Ebenso wenig wollte man das Festival mit großen Sponsorenbannern oder kommerziellen Kompromissen verwässern.
Auch an der Qualität wollte man nicht sparen – weder bei den Bands noch beim Publikum. Das OS-Feast stand immer für ehrlichen Sound, laute Gitarren und den Geist des alten Dynamo-Mottos: Alles, was kracht, war willkommen.
Besonderer Dank geht an die treue Fangemeinde von jährlich rund 300 Musikbegeisterten, die das Festival im Park immer wieder zu einem echten Fest gemacht hat. Ebenso bedanken sich die Veranstalter bei allen Bands, die in den vergangenen Jahren dabei waren oder für 2026 bereits zugesagt hatten. Viele Musiker hatten sogar ganz oder teilweise auf Gagen verzichtet, um das Defizit nicht weiter anwachsen zu lassen.
Ein massiver Dank geht außerdem an den Hyde Park Osnabrück, der dem Festival über Jahre hinweg eine Heimat geboten hat, sowie an das Musikbüro Osnabrück, die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und das Technikteam um Wigbert.
Ganz vorbei muss die Geschichte des OS-Feast jedoch nicht sein. Die Veranstalter wollen sich zusammensetzen und prüfen, ob das Festival möglicherweise in anderer Form zurückkehren kann – eventuell auch mit etablierteren Bands, obwohl dies ursprünglich nicht dem Grundgedanken entsprach.
Für 2026 heißt es jedoch erst einmal: Verstärker aus, Bühne dunkel, Herzen schwer. Das OS-Feast legt eine Zwangspause ein – nicht aus Mangel an Leidenschaft, sondern weil Idealismus allein in diesen Zeiten leider keine Rechnungen bezahlt.