Nach dem Ende einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit hat sich King Diamond ausführlicher zur Trennung von Gitarrist Andy LaRocque geäußert. In einem aktuellen Interview mit Metal Injection machte der Sänger deutlich, dass hinter der Entscheidung kein persönlicher Streit stehe.
„Wir sind definitiv noch Freunde, das wird sich niemals ändern“, erklärte King Diamond. Die Entwicklung sei vielmehr schleichend gewesen. Über längere Zeit hätten sich die Wege zunehmend in unterschiedliche Richtungen bewegt, bis schließlich der Punkt erreicht worden sei, an dem sich etwas ändern musste.
Auch LaRocques Aktivitäten mit anderen musikalischen Projekten seien laut King Diamond kein Grund für die Trennung gewesen.
Die endgültige Entscheidung sei zwar innerhalb von zwei Tagen gefallen, die Entwicklung dahinter habe sich jedoch über Jahre aufgebaut. King Diamond betonte ausdrücklich, dass es keinen einzelnen Vorfall gegeben habe, der zum Bruch führte.
Eine mögliche Rolle spielten dagegen die umfangreicheren Zukunfts- und Tourpläne. King Diamond hatte zuletzt den Eindruck gewonnen, dass LaRocque von der Aussicht auf die geplante Intensität des Tourens nicht gerade begeistert gewesen sei. Dabei zog er Parallelen zu früheren Musikern seiner Band, bei denen die Belastung durch lange Tourneen und das Familienleben ebenfalls eine Rolle gespielt habe.
Für King Diamond selbst steht dagegen fest, dass umfangreiches Touren auch künftig ein wichtiger Bestandteil seiner Pläne bleiben soll.
Andy LaRocque gehörte seit den 1980er-Jahren zu den wichtigsten musikalischen Weggefährten von King Diamond. Entsprechend markiert sein Ausscheiden einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der Band. King Diamonds Aussagen machen jedoch deutlich: Persönlich soll zwischen den beiden kein böses Blut herrschen.