Rocklegende Alice Cooper hat sich deutlich zur rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz in der Musikbranche geäußert. In einem Interview bei Trunk Nation With Eddie Trunk sprach der Schock-Rock-Pionier offen über seine Bedenken hinsichtlich KI-generierter Musik und stellte dabei vor allem die Fragen nach Kreativität, Authentizität und Urheberrechten in den Mittelpunkt.
Cooper schilderte ein Szenario, in dem mithilfe von KI ein komplett künstlicher Rockstar erschaffen werden könnte:
„Ich könnte jetzt sofort einen Rockstar erschaffen. Jemanden, der cool aussieht, eine starke Ausstrahlung hat und perfekt vermarktet werden kann. Dann sage ich der KI: Lass ihn klingen wie Tom Petty und Freddie Mercury. Schreibe die Songs dazu. Und plötzlich hast du einen Rockstar, der gar nicht existiert, und ein Album, das nur durch künstliche Intelligenz entstanden ist.“
Für Cooper wirft das eine grundlegende Frage auf:
„Wenn sich das Album verkauft – wer bekommt dann das Geld? Die KI hat die Songs geschrieben. Derjenige, der die Anweisung gegeben hat, hat sie nicht geschrieben. Schreiben wir dann den Scheck an die KI? Wartet ab, das wird passieren.“
„MUSIK BRAUCHT ERFAHRUNGEN“
Noch kritischer sieht Cooper jedoch die emotionale Seite der Musik.
Für ihn liegt der größte Unterschied zwischen Mensch und Maschine darin, dass künstliche Intelligenz keine eigenen Erfahrungen besitzt.
„Sie war nie verliebt. Sie hatte nie Liebeskummer. Sie war nie wütend. Sie war nie glücklich. Sie kennt nur Wörter und weiß, wie man sie zusammensetzt.“
Und weiter:
„Sie hat keine Emotionen. Sie hat kein Herz, keine Gefühle und keine Seele. Genau daran scheitert sie. Man kann sich ein KI-Album anhören und merkt sofort, dass dahinter keine echten Erfahrungen stehen. Kein Herz. Keine Geschichte.“
Für den Rock-Veteranen ist genau dieser menschliche Faktor das Fundament jeder großen Musik.
AUTOBIOGRAFIE ERSCHEINT 2026
Neben seinen Aussagen über KI blickt Alice Cooper derzeit auf ein weiteres großes Projekt seiner Karriere.
Am 8. Oktober 2026 erscheint seine offizielle Autobiografie Devil On My Shoulder. Das Buch wird über Ebury Spotlight veröffentlicht und soll einen umfassenden Rückblick auf mehr als sechs Jahrzehnte Rockgeschichte bieten.
Begleitend dazu geht Cooper auf eine exklusive Vortrags- und Gesprächstour durch Großbritannien. Die Veranstaltungen bestehen aus persönlichen Gesprächen, Geschichten aus seiner Karriere sowie Fragerunden mit den Fans.
TERMINE DER UK-BUCHTOUR 2026
11.10. – Cardiff – New Theatre
12.10. – Cambridge – Corn Exchange
13.10. – London – Palladium
14.10. – Brighton – Dome
16.10. – Manchester – Opera House
17.10. – Stockton – Globe
19.10. – Glasgow – Pavilion Theatre
20.10. – Wolverhampton – Civic Hall
AKTUELLE RE-RELEASES
Erst vor wenigen Wochen veröffentlichte Alice Cooper außerdem Neuauflagen seiner Alben:
Along Came A Spider
und
Welcome 2 My Nightmare
und brachte damit zwei weitere Kapitel seiner legendären Schock-Rock-Karriere zurück ins Rampenlicht.
METALHEADS WORLD
Alice Cooper spricht vielen Musikfans aus der Seele. Während KI immer leistungsfähiger wird, bleibt für ihn eines unverzichtbar: echte menschliche Erfahrungen. Liebe, Schmerz, Freude, Verlust und Leidenschaft lassen sich nicht programmieren. Genau diese Emotionen haben Rockmusik über Jahrzehnte geprägt und machen sie bis heute so besonders. Die Debatte über künstliche Intelligenz wird die Musikbranche noch lange begleiten – doch für Alice Cooper steht fest: Ohne Herz und Seele bleibt Musik letztlich nur eine technische Simulation.