Fans der Rolling Stones sollten ihre Erwartungen an eine große Welttournee vorerst zurückschrauben.
Gitarrist Keith Richards hat in einem aktuellen Interview eingeräumt, dass die legendäre Band möglicherweise nicht mehr auf traditionelle Tourneen gehen wird. Der Hauptgrund sei dabei nicht die Bühne selbst, sondern die Belastung durch das ständige Reisen.
„Ich weiß nicht, ob Tourneen noch möglich sind“, erklärte Richards gegenüber dem Magazin Uncut. „Es ist das Reisen, das einem zusetzt.“
Ganz ausschließen möchte der 82-jährige Musiker weitere Live-Auftritte jedoch nicht. Statt einer klassischen Welttournee könne er sich sogenannte Residenz-Shows vorstellen, also mehrere Konzerte an einem festen Ort.
„Ich sehe die Möglichkeit, dass wir irgendwo eine Residency spielen. London, New York, Paris – irgendwo. Ich würde auch in Rom spielen“, sagte Richards.
Die Aussagen kommen wenige Wochen vor der Veröffentlichung des neuen Rolling-Stones-Albums „Foreign Tongues“, das am 10. Juli 2026 erscheinen soll.
Bereits bei einer Presseveranstaltung im Mai hatte Richards Hoffnungen auf eine Tour im Jahr 2026 deutlich gedämpft.
„Nicht dieses Jahr“, stellte er klar.
Die letzte Tour der Rolling Stones endete im Juli 2024. Seitdem ist die Band nicht mehr live aufgetreten. Gerüchte über mögliche Europa- und Großbritannien-Konzerte für 2026 hatten Ende 2025 bereits einen Dämpfer erhalten, als Berichte über abgesagte Planungen auftauchten.
Richards sprach außerdem offen über die Auswirkungen seines Alters und seiner Arthritis auf sein Gitarrenspiel. Dennoch betonte er, dass ihn die Musik weiterhin antreibe.
Ob die Rolling Stones noch einmal auf eine große Welttournee gehen werden, bleibt damit offen. Die Chancen auf einzelne Konzertreihen oder Residenz-Shows scheinen derzeit jedoch deutlich größer zu sein als auf eine klassische Stadiontour.
Für Fans der größten Rockband der Welt bleibt die Hoffnung bestehen, die Stones noch einmal live erleben zu können – wenn auch möglicherweise in einem völlig neuen Format.
