Es sind Geschichten wie diese, die zeigen, dass ein Festival weit mehr sein kann als nur Musik. Beim Rockharz Festival 2026 wurde einmal mehr deutlich, welchen Stellenwert Barrierefreiheit und Inklusion für die Veranstalter haben.
Im Mittelpunkt steht unter anderem Gabor Schneider, vielen in der Szene als „Mr. Wheelchair“ bekannt. Der frühere Hardcore-Musiker ist seit einem Badeunfall im Jahr 2010 querschnittsgelähmt. Dank des Rockharz-Inklusionscamps und der Unterstützung zahlreicher Helfer konnte er sich einen lang gehegten Traum erfüllen: einen Ausflug zur beeindruckenden Teufelsmauer.
Mit einem geländegängigen Spezial-Quad transportierten Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes Gabor bis zum Großen Gegenstein – ein Ort, den er mit seinem Rollstuhl allein niemals hätte erreichen können. Begleitet von seiner Frau Melanie, mit der er erst kürzlich geheiratet hat, wurde der Ausflug für beide zu einer ganz besonderen Erinnerung.
Das Rockharz-Inklusionscamp wird in diesem Jahr von rund 500 Besucherinnen und Besuchern genutzt. Barrierefreie Duschen, befestigte Wege sowie digitale Hilfen für sehbehinderte Gäste gehören inzwischen ebenso zum Konzept wie ein engagiertes Team aus Helfern und Ehrenamtlichen.
Besonders bewegend war der Moment, als zahlreiche Festivalbesucher Gabor an der Teufelsmauer applaudierten. Seine Botschaft bringt den Gedanken hinter diesem Projekt auf den Punkt:
„Inklusion soll gelebt und gezeigt werden.“
Mit dem neu gegründeten Verein „Ungehindert dabei“ möchten die Verantwortlichen des Rockharz Festivals künftig auch andere Veranstalter dabei unterstützen, Festivals barrierefreier und inklusiver zu gestalten.
Das Rockharz beweist damit eindrucksvoll, dass Heavy Metal nicht nur von Gemeinschaft spricht – sondern sie auch lebt.