KUF wurden bereits im Jahr 2000 gegründet und veröffentlichten 2001 ihr erstes Album, bevor die Band für einige Jahre auf Eis lag. Seit 2024 sind KUF wieder aktiv und machten zunächst mit mehreren Singles auf sich aufmerksam. Mit der EP „Chapter 1“ liefert die Band nun ein erstes größeres Lebenszeichen für alle Hard-Rock-Fans ab und bündelt genau diese Songs in einem kompakten, aber energiegeladenen Release.
Die Band besteht aus Todd an der Gitarre, Dan am Bass und Kirk am Schlagzeug. Für die Vocals ist Twilly verantwortlich, wobei aus dem Promosheet nicht eindeutig hervorgeht, ob es sich dabei um ein festes Bandmitglied handelt. Sollte dies nicht der Fall sein, wären KUF gut beraten, genau darüber nachzudenken. Twilly bringt ein markantes Timbre mit, das hervorragend mit dem Sound der Band harmoniert und den Songs eine eigene Identität verleiht. Gerade diese Stimme sorgt dafür, dass sich die Tracks sofort im Ohr festsetzen.
Auch instrumental zeigen die Musiker eindrucksvoll, dass sie ihr Handwerk verstehen und sich keineswegs hinter der Konkurrenz verstecken müssen. Das Songwriting könnte hier und da zwar noch einen kleinen Feinschliff vertragen, bewegt sich insgesamt aber bereits auf einem sehr ordentlichen Niveau. Besonders auffällig ist die starke Portion Dramatik, die KUF in ihre Kompositionen einbauen. Dadurch entsteht eine angenehme Dynamik, die den Songs zusätzliche Tiefe verleiht und für Abwechslung sorgt.
Der Hard Rock von KUF besitzt jede Menge Energie, Druck und Spielfreude. Langeweile kommt auf „Chapter 1“ zu keinem Zeitpunkt auf. Besonders gelungen ist die Mischung aus klassischem Hard Rock und modernen Alternative-Rock-Einflüssen. Diese Kombination funktioniert erstaunlich gut und sorgt dafür, dass die Songs sowohl vertraut als auch zeitgemäß wirken.
Musikalisch erinnern KUF stellenweise an die 80er-DOKKEN, gleichzeitig schimmern moderne Einflüsse von Bands wie HALESTORM oder THE PRETTY RECKLESS durch. Genau darin liegt eine der größten Stärken dieser EP: KUF schaffen es, klassischen und modernen Hard Rock miteinander zu verbinden, ohne dabei eine der beiden Seiten vor den Kopf zu stoßen. Die Balance stimmt und genau das macht den Sound der Band interessant.
Mit „Chapter 1“ zeigen KUF eindrucksvoll, dass man Vergangenheit und Gegenwart durchaus erfolgreich miteinander verbinden kann. Die EP macht definitiv Lust auf mehr. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist letztendlich die kurze Laufzeit von gerade einmal 23 Minuten. Nach dem letzten Song bleibt vor allem ein Gedanke zurück: Bitte mehr davon. Ein komplettes Full-Length-Album mit zehn oder mehr Songs und einer Laufzeit jenseits der 40 Minuten wäre der nächste logische Schritt.
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