Hard Rock mit Herz, Seele und jeder Menge Achtziger Flair
Nachdem Rock Justice bereits in der vergangenen Woche in unserer Rubrik New Albums vorgestellt wurden, ist es nun an der Zeit, einen genaueren Blick auf das Debütalbum Youve Been Served zu werfen.
Von einer klassischen Newcomer Band kann hier allerdings keine Rede sein. Hinter Rock Justice stehen erfahrene Musiker, die bereits bei namhaften Acts wie Ayreon, Beautiful Sin, Doro oder After Forever ihre Visitenkarte abgegeben haben.
Die Band entstand aus einer langjährigen Vision von Gitarrist Bas Maas, der mit Sängerin Maggy Luyten die ideale musikalische Partnerin fand. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, den Spirit des klassischen Hard Rock wieder aufleben zu lassen und ihn mit Leidenschaft, Spielfreude und moderner Produktion zu verbinden.
Komplettiert wird das Quartett von Nick McGrath am Bass und Mischa Aussems am Schlagzeug.
Die Songs atmen den Geist der goldenen Hard Rock Jahre
Schon nach wenigen Takten wird klar, wohin die Reise geht. Maggy Luyten überzeugt mit ihrer rauen, kraftvollen Stimme, die perfekt zum erdigen Sound der Band passt. Ihre markante Klangfarbe verleiht den Songs Charakter und Wiedererkennungswert.
Bas Maas liefert dazu ein Gitarrenspiel, das tief in den Achtziger Jahren verwurzelt ist. Druckvolle Riffs, eingängige Leads und immer wieder starke Melodien sorgen dafür, dass kaum ein Song ohne Ohrwurmqualitäten vorbeizieht. Immer wieder fühlt man sich an Bands wie Santers erinnert.
Auch die Rhythmusfraktion überzeugt auf ganzer Linie. Nick McGrath sorgt mit seinem druckvollen Bassspiel für das stabile Fundament, während Mischa Aussems mit viel Energie und Dynamik den Songs zusätzlichen Schub verleiht.
Mehr Hard Rock als Heavy Metal
Die Band selbst beschreibt ihren Stil als eine Mischung aus RocknRoll, Hard Rock und Metal. Dem kann man teilweise zustimmen.
Der überwiegende Teil des Albums bewegt sich klar im klassischen Hard Rock. Lediglich ein Song schlägt deutlicher in Richtung Heavy Metal aus. Insgesamt dominiert jedoch der melodische Hard Rock, der seine Wurzeln tief in den frühen Achtzigern hat.
Musikalisch bewegt sich Rock Justice irgendwo zwischen Dokken, Babylon A.D., XYZ, Speedy, Santers und der Eingängigkeit von Black Paisley.
Genau diese Mischung macht den Reiz des Albums aus.
Fazit
Mit Youve Been Served liefern Rock Justice ein äußerst gelungenes Debüt ab. Das Album deckt nahezu alle Facetten des klassischen Hard Rock ab und überzeugt mit starken Melodien, druckvollen Gitarren und einer Sängerin, die hervorragend zur Musik passt.
Der einzige Kritikpunkt ist die Spielzeit. Acht Songs mit knapp über 30 Minuten sind einfach zu wenig. Nach dem letzten Ton möchte man sofort mehr hören.
Für das zweite Album wünschen wir uns deshalb genau diesen Sound – nur mit zwei oder drei zusätzlichen Songs.
Anspieltipps
- My Worst Enemy
- Rockers Confession
- You Know Better
- Chicks Cant Rock
- First In Line
Tracklist
- My Worst Enemy
- Rockers Confession
- You Know Better
- I Just Wanna Make Love To You
- The Rest Of The World
- Shape Up Or Ship Out
- Chicks Cant Rock
- First In Line
Bewertung: 8/10
Laufzeit: 30:27
Label: Fireflash Records
Veröffentlichung: 20. Juni 2026
Genre: Hard Rock / Heavy Rock
Video: https://www.youtube.com/watch?v=ohfG6YAlKdo
https://www.youtube.com/watch?v=vSXbStY6dzw
https://www.youtube.com/watch?v=bnz86GjBfFw
Link: https://linktr.ee/rockjustice.band
https://www.facebook.com/rockjustice.band
https://www.instagram.com/rockjustice.band
Metalheads World Urteil
Rock Justice beweisen mit ihrem Debüt, dass klassischer Hard Rock auch 2026 nichts von seiner Faszination verloren hat. Wer den Sound der goldenen Achtziger liebt, sollte Youve Been Served unbedingt eine Chance geben. 🤘
