Manchmal tauchen Alben auf, bei denen bereits das Line-Up genügt, um jeden Heavy-Metal-Fan sofort hellhörig werden zu lassen. Und genau so ein Fall ist LEX LEGION. Hinter diesem Namen versammelt sich eine Truppe erfahrener Szene-Veteranen, die ihre Spuren längst in der Geschichte des Heavy Metal hinterlassen haben.
LEX LEGION – „Lex Legion“
Band: Lex Legion
Album: Lex Legion
Genre: Hard Rock / Heavy Metal
Label: MNRK Heavy
Release: 12.06.2026
Line-Up
- Nils K. Rue – Vocals
- Pete Blakk – Guitar
- Andy La Rocque – Guitar
- Mikkey Dee – Drums
- Hal Patino – Bass
Hinter dem Namen LEX LEGION stehen alte Bekannte. Schlagzeuger Mikkey Dee, die Gitarristen Pete Blakk und Andy La Rocque sowie Bassist Hal Patino waren Teil der klassischen KING-DIAMOND-Besetzung der späten 1980er-Jahre. Den Gesang bei LEX LEGION übernimmt Nils K. Rue von PAGAN’S MIND.
Wenn gestandene Musiker mit reichhaltiger Vergangenheit und fundiertem Können sich zu etwas Neuem zusammentun, dann wird man hellhörig.
Also Ohren auf und los.
Mächtig geht’s los… Mikkey treibt die musikalische Fuhre gnadenlos an. Exzellente Gitarrenarbeit und Tempowechsel innerhalb der Songs sorgen für Spannung und den gewünschten AHA-Effekt. Ob massiv drückend oder locker plätschernd – da passt nun wirklich alles. Groovig, auf den Punkt und mit einer Produktion versehen, die alles aus den Herrschaften rauskitzelt.
Und genau das ist die große Stärke dieses Albums: Hier versucht niemand krampfhaft, alte Zeiten zu kopieren. Stattdessen klingt „Lex Legion“ wie das Werk von Musikern, die genau wissen, was sie tun – erfahren, souverän und voller Spielfreude.
Jeder bringt sein Know-how mit ein. Keine Aussetzer. Nils’ Stimme verleiht jedem Song in der gesamten Spannbreite den richtigen Kick. Die Gitarren bissig und fordernd… oh, ich liebe es jetzt schon.
„I Am The Surrected“ erinnert in einigen Läufen leicht an „Paint It Black“, ohne dabei seine Eigenständigkeit zu verlieren – inklusive knallendem Bassworking gegen Ende des Songs. Auch die einsetzenden Chorus-Gesänge passen hervorragend und unterstreichen das Volumen der Songs.
Ob hart knüppelnd, fast progressiv oder mit melodischen Kicks – die Herrschaften verstehen es ausgezeichnet, die Tracks lebendig und vielseitig zu gestalten. Bei „Saviors“ darf sich Mikkey Dee erneut austoben, und der Song gewinnt mit jeder Rotation weiter an Intensität.
Zum Ausklang gibt es noch ein einfühlsames Instrumental, das dieses absolut bemerkenswerte Album würdig abschließt.
Fazit
Erfahrene Musiker, die alles reingeworfen haben und quer durch die Zeitzonen ein bemerkenswertes Album erschaffen haben. Von locker-leicht bis bretthart wurde hier alles verarbeitet. Etwas, das man so definitiv nicht alle Tage zu hören bekommt.
Man entdeckt bei jedem Durchlauf neue Details und Akzente. Ein Album wie ein gutes Buch – zeitlos, spannend und voller Überraschungen.
Anspieltipps
- Sleep Eternally
- When The Stars Align
- Darkness
Links
Gypsy Tears | YouTube Music
https://music.youtube.com/
Official Website
https://www.lexlegion.com/
