Mehr als fünf Jahrzehnte nach seinem Einstieg bei LYNYRD SKYNYRD steht Artimus Pyle noch immer hinter dem Schlagzeug und bringt die Musik einer der bedeutendsten amerikanischen Rockbands auf die Bühne.
Pyle kam 1974 zu LYNYRD SKYNYRD. Seinen Einstieg verdankte er unter anderem Verbindungen zu Charlie Daniels und der Marshall Tucker Band. Bei den Aufnahmen zu „Saturday Night Special“ konnte er Ronnie Van Zant überzeugen und wurde anschließend Teil jener Besetzung, die einige der prägendsten Jahre der Bandgeschichte erlebte.
Heute führt der mittlerweile 78-jährige Musiker diese Geschichte mit der Artimus Pyle Band weiter. Die aktuelle Konzertserie startete am 27. August 2026 im Music Box Supper Club in Cleveland, Ohio. Das Programm versteht Pyle ausdrücklich als Hommage an die Musik von LYNYRD SKYNYRD und an den 1977 verstorbenen Frontmann Ronnie Van Zant.
Interessant ist dabei Pyles Blick auf die musikalische Vergangenheit. Im Gespräch mit Ultimate Classic Rock widersprach er einer zu engen Einordnung der damaligen Band als reinen Southern Rock. LYNYRD SKYNYRD seien in den 70er-Jahren definitiv eine Hard-Rock-Band gewesen und hätten gleichzeitig verschiedene musikalische Richtungen miteinander verbunden. „Saturday Night Special“ bezeichnete Pyle sogar als „definitely heavy metal“.
Gerade diese Bandbreite sieht Pyle als einen Grund dafür, warum die Songs bis heute funktionieren. Stücke wie „The Ballad of Curtis Loew“ zeigen eine andere Seite als die deutlich härteren Nummern – verbunden wurden diese unterschiedlichen Facetten vor allem durch das Songwriting von Ronnie Van Zant.
Und so geht die Geschichte weiter: Nicht als Versuch, die Vergangenheit neu zu schreiben, sondern als Hommage eines Musikers, der selbst ein Teil dieser Vergangenheit war.
Wenn ihr Artimus Pyle heute noch einmal mit einem LYNYRD-SKYNYRD-Klassiker live erleben könntet: Welcher müsste es sein – „Free Bird“, „Sweet Home Alabama“, „Saturday Night Special“ oder ein ganz anderer?
