Bereits zu seinen Zeiten bei H.E.A.T. hab ich mich immer gefragt, warum hat dieser Ausnahmesänger bisher noch kein Soloalbum an den Start gebracht, zumal ich den Hype um diese Band nie wirklich verstanden habe. Andererseits muss ich auch zugeben, dass ich mir gewünscht hätte, er wäre noch ein paar Alben länger bei SKID ROW geblieben, denn „The Gang’s All Here“ gehört für mich zweifelsohne zu den besten Hard Rock-Alben 2022.
Aber jetzt zu seinem Solo-Debüt: „Bad Bones“ wartet mit 10 erstklassigen Songs auf, die ohne jegliche Umschweife sofort ins Ohr gehen. Das beginnt mit dem ersten Takt des Opener „Born To Break“, setzt sich über die dritte Vorabsingle „Praying For A Miracle“, die man sich durchaus ganz gut als schwedischen Beitrag zum diesjährigen ESC hätte vorstellen können, oder dem modern wuchtig-kantigen Kracher „Save Me“ fort, und endet mit der herzzerreißenden Ballade „Written In The Scars“, die mit symphonischen Momenten eine unterschwellig sinnliche Atmosphäre verbreitet.
Auch wenn sich auf dieser Scheibe ein Highlight an das nächste reiht, komme ich nicht umher, folgende Songs gesondert hervorzuheben: Die Halbballade „Who’s The Winner“, deren Arrangements und Harmonien ein zartes Flair von QUEEN verbreiten, sowie den einerseits bedrückenden, aber andererseits auch leichtfüßigen Stampfer „Hell & Back“, der mit einem großartigen Gitarren-Solo aufwartet, und den hymnischen Midtempo-Groover „How High“.
Zusammengefasst: „Bad Bones“ ist nicht nur ein in sämtlichen Belangen fantastisches Soloalbum, sondern auch ein sehr persönliches, ehrliches und stellenweise – im positiven Sinne – äußerst ‚eigensinniges’ Werk geworden, das einfach für die großen Bühnen gemacht ist. Genau so stell ich mir zeitgemäßen und restlos mitreißenden Arena-Rock vor!
Bewertung: 10/10
METALHEADS WORLD
Manchmal braucht es keine großen Experimente oder komplizierten Konzepte. Manchmal reichen einfach großartige Songs, eine herausragende Stimme und jede Menge Leidenschaft. Genau das liefert Erik Grönwall mit „Bad Bones“ ab. Ein Album voller Melodien, Emotionen und Hymnen, das beweist, warum er zu den besten Rock-Sängern seiner Generation zählt. Ein starkes Solo-Debüt mit echtem Arena-Rock-Format.
