AOR, Melodic Hard Rock und ganz viel 80er-Arena-Feeling
Die kanadischen Melodicrocker von FATAL VISION kommen mit ihrem vierten Album aus dem Studio, und schon mit den drei Vorgängern konnte die Band ordentlich Staub aufwirbeln. Mit Escape Music haben die Jungs nun ein neues Label im Rücken. Ob dies den großen Durchbruch garantiert, bleibt zwar abzuwarten – musikalisch bringen FATAL VISION jedoch erneut beste Voraussetzungen dafür mit.
Zum Hauptkern von FATAL VISION gehören seit dem Debütalbum Sänger Simon Marwood, Gitarrist Juan Miguel Gomez Montant, Bassist Andrew Burns und Schlagzeuger Alex Wickham. Unterstützt wird die Band auf „Four Sides To Every Story“ zusätzlich von hochkarätigen Gästen wie Jeff Scott Soto, Harry Hess, Paul Laine, Alessandro Del Vecchio, JK Nothrup, Micheal Shotton, Marc LaFrance sowie Christine Corless als Duettpartnerin und an den Backing Vocals.
Simon Marwoods angenehm klingende Stimme sorgt für einen warmen Grundton, der sich nie aufdrängt, sondern dem man problemlos stundenlang zuhören möchte. Wenn es die jeweilige Passage verlangt, wird Simon von mehrstimmigen Chören unterstützt, die den Songs zusätzlichen Effekt und Größe verleihen. Die Gitarren beweisen echtes Teamplay, ohne sich permanent in den Vordergrund zu drängen, und bilden gemeinsam mit der Tastenfraktion ein äußerst rundes Klangbild. Die Keyboards werden entweder dezent oder als Piano eingesetzt und sorgen für zusätzliche Atmosphäre. Der Bass fungiert mit Gitarren und Keyboards als gleichberechtigter Partner, während die Drums den perfekten Takt liefern, ohne zu dominant oder zu weit hinten gemischt zu sein.
Stilistisch bewegen sich FATAL VISION zwischen AOR und Melodic Hard Rock, ohne dabei eines der beiden Genres stärker zu bedienen – die Band trifft genau die goldene Mitte. Gelegentlich werden die Kompositionen sogar mit fein dosierten Prog-Elementen aufgewertet. Der Sound weckt dabei immer wieder Erinnerungen an nordamerikanische Bands wie Prism, White Vision, Airkraft, Alias, Renegade (CAN), Honeymoon Suite, Toque, Loverboy, Santers oder White Heat. Genau diese Schnittmenge und diesen Stil bedienen auch FATAL VISION mit hörbarer Hingabe und verleihen ihrem Sound einen unwiderstehlichen 1980er-Jahre-Touch.
Mit „Four Sides To Every Story“ liefern FATAL VISION auf knapp 80 Minuten Laufzeit reinsten Arena Rock alter Schule ab – vollgepackt mit Melodien, starken Hooks und jeder Menge nostalgischem Flair.
Anspieltipps
- Girl Against The World
- All That Glitters
- Run With Me
- No More Tears To Cry
- Maybe Someday
- Out Of The Blue
- Do You See Me
- Too Close To The Sun
Tracklist
- Girl Against The World
- All That Glitters
- Run With Me
- Turn Around
- No More Tears To Cry
- If This Is Who You Are
- Maybe Someday
- Out Of The Blue
- After All These Years
- Do You See Me
- Every Time I Think Of You
- Too Close To The Sun
- Fly
- The Best Is Yet To Come
Laufzeit: 77:15
Label: Escape Music
VÖ: 22.05.2026
Genre: Arena Rock
Video:
https://www.youtube.com/watch?v=p5rvxwHhXVM
Links:
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