Für Fans des norwegischen Ausnahmekünstlers MORTIIS hat das Warten ein Ende: Am 26. Juni 2026 erscheint mit „Ghosts of Europa“ das lang erwartete neue Studioalbum über Prophecy Productions.
Für Håvard „Mortiis“ Ellefsen ist das Werk weit mehr als nur ein weiteres Album. Er beschreibt „Ghosts of Europa“ als seine bislang größte kreative Befreiung. Während des mehrjährigen Entstehungsprozesses spielte für ihn weder ein bestimmtes Genre noch die Erwartungshaltung anderer eine Rolle. Im Mittelpunkt stand ausschließlich die Musik und der Wunsch, jede Idee kompromisslos umzusetzen.
Das Ergebnis ist ein atmosphärisches, cineastisches Werk, das elektronische Klangwelten mit Industrial Rock, düsteren Soundlandschaften und experimentellen Elementen verbindet. Gleichzeitig bleibt die unverwechselbare Handschrift von Mortiis jederzeit erkennbar. Das Album schlägt eine Brücke zwischen verschiedenen Schaffensphasen seiner Karriere und eröffnet dennoch völlig neue musikalische Wege.
Ursprünglich war „Ghosts of Europa“ als gemeinsames Projekt mit Stephan Groth von Apoptygma Berzerk geplant. Beide Musiker verbindet ihre Begeisterung für die Berliner Schule der elektronischen Musik und Künstler wie Tangerine Dream oder Klaus Schulze. Nachdem diese Zusammenarbeit nicht realisiert werden konnte, entwickelte Mortiis das Material alleine weiter und formte daraus ein Album mit ganz eigener Identität.
Für den Mix konnte einer der renommiertesten Produzenten der Rock- und Industrial-Szene gewonnen werden. Sean Beavan, der bereits mit Nine Inch Nails, Depeche Mode, System Of A Down, Guns N‘ Roses und Slayer gearbeitet hat, verlieh dem Album seinen finalen Klang.
Auch die Liste der Gastmusiker unterstreicht den besonderen Charakter der Veröffentlichung. Mitwirkende sind unter anderem Christopher Amott, Sarah Jezebel Deva, Thorsten Quaeschning von Tangerine Dream, Matthew Setzer von Skinny Puppy sowie zahlreiche weitere Musiker aus der internationalen Rock- und Metal-Szene.
Die Geschichte von Mortiis reicht bis in die frühen Neunzigerjahre zurück. Als Gründungsmitglied und Bassist von Emperor gehörte Håvard Ellefsen zu den Pionieren des norwegischen Black Metal. Nach seinem Ausstieg begann er seine Solokarriere und schuf mit den frühen, vollständig auf Synthesizern basierenden Veröffentlichungen einen maßgeblichen Einfluss auf das spätere Dungeon-Synth-Genre.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Mortiis kontinuierlich weiter und überschritt immer wieder musikalische Grenzen. Von Dark Ambient über elektronische Klanglandschaften bis hin zu Industrial Rock blieb eines stets erhalten: die Bereitschaft, sich niemals stilistisch einschränken zu lassen.
„Ghosts of Europa“ setzt genau dort an. Das Album vereint elektronische Rockmusik, düstere Atmosphäre, cineastische Kompositionen und emotionale Tiefe zu einem Werk, das sich jeder einfachen Kategorisierung entzieht.
Mit diesem Album beweist Mortiis einmal mehr, dass kreative Freiheit und Experimentierfreude auch nach über drei Jahrzehnten Karriere nichts von ihrer Faszination verloren haben.
