Zwischen Schmerz, Hoffnung und purem Melodic Hard Rock
Es gibt Alben, die einfach nur Songs enthalten. Und es gibt Alben wie „Higher Power“ von RITCHIE NEWTON – ein Werk, das wie ein offenes Tagebuch wirkt. Ehrlich. Emotional. Voller Narben. Voller Hoffnung. Genau das macht dieses Album so besonders.
Der gebürtige Straubinger RITCHIE NEWTON veröffentlicht mit „Higher Power“ ein Rockalbum über Hoffnung, Verlust und innere Stärke. Das bedeutet das es sich um ein sehr persönliches Album handelt, da RITCHIE schon einige Schicksalsschläge verkraften musste scheint es einer Wiederbelebung zu ähneln. Genau das bringen die Texte zum Ausdruck, also RITCHIE lass mal hören, was du im Jahr 2026 für ein musikalisches Statement setzten kannst.
Nicht nur RITCHIE ist ein bekannter Name, er konnte auch einige namhafte Gastmusiker für Songwriting und an den Instrumenten auf dem Album vereinen. Zum Line-Up zählen neben RITCHIE am Mikro noch Ivan May an Gitarre, Layphan Reyphare an Keyboards, Dodi an Bass und Dandy am Schlagzeug. Als Gastmusiker sind Hans Ziller, Frank Pané, Armin Sabol und Markus Pfeffer an den Gitarren; Dave Slaat an Keyboards; Boris Matakovic an Saxofon und Jimmy Katone an den Drums zu hören. Für das Songwriting waren neben RITCHIE noch Ivan May, Dave Slaat, Armin Sabol, Hans Ziller, Frank Pané, Markus Pfeffer, Jimmy Katone, Boris Matakovic, Marco Mendoza und Tobias Dorner am Notenblatt tätig.
Und genau hier beginnt die eigentliche Stärke dieses Albums: Trotz der Vielzahl an beteiligten Musikern klingt „Higher Power“ niemals überladen oder künstlich konstruiert. Stattdessen wirkt alles wie aus einem Guss – getragen von echter Leidenschaft für klassischen Melodic Hard Rock.
RITCHIE der auch dafür bekannt ist stimmlich einen sehr guten ELVIS zu können zeigt auf „Higher Power“ das mehr als ein ELVIS-Imitator in ihm steckt. Er bestitzt eine sehr coole Rockröhre, die mit viel Rauch ausgestattet ist und somit bestens geeignet für Melodic Hard Rock oder Hard Rock. Er kann nicht nur rau und kräftig, sondern beherrscht auch die gefühlvolle und zurückhaltende Seite. Die Gitarren fahren volle Griffbrett Arbeit auf ohne es zu übertreiben oder sich in Selbstbeweihräucherung zu verlieren. Die Gitarristen, egal ob Band oder Gast spielen ihre Instrumente songdienlich ohne ausufernde Sperenzchen. Die Keys bilden mit den Saitenhexern eine Einheit um RITCHIEs Stimme die beste Unterstützung zu bieten, kommen auch schon mal im Old-School Orgel Stil. Der Bass kann sich gut durchsetzen und die Drums treiben von Hinten alles nach vorne. Das Saxofon bildet einen sehr guten Kontrastpunkt und bietet Abwechslung.
Man hört dem Album an, dass hier Musiker am Werk sind, die ihre musikalischen Wurzeln tief in den goldenen 80ern verankert haben. Keine sterile Hochglanzproduktion, sondern ehrlicher Rock mit Seele, Charakter und Gefühl.
Man merkt an der Mucke, die sich von den Wurzeln sehr stark in den 80ern befindet, dass er mit den selben Bands wie ich Groß und Reif geworden ist. Vergleichen kann man den Stil von „Higher Power“ mit den alten DOMAIN, softere TRANCE, BONFIRE, TRANS AM, härter DOMINOE und ein wenig SCORPIONS. Eigentlich eine sehr delikate und interessante Mischung, wobei ein gewisses Maß des Charmes RITCHIEs Stimme ausmacht. So hat der auf den Philippinen lebende Niederbayer ein sehr gutes und cooles Werk an den Start gebracht. Die Melodien sind bei jedem Song sehr gut geraten und wurden mal mit mehr oder weniger Gefühl stark umgesetzt.
Und genau diese Mischung sorgt dafür, dass „Higher Power“ niemals altbacken klingt. Das Album transportiert den Geist der großen Melodic-Hard-Rock-Ära, wirkt dabei aber angenehm authentisch und glaubwürdig.
RITCHIE NEWTON stellt mit „Higher Power“ sein versiertes Können als Songschreiber und Musiker unter Beweis und legt mit seiner Crew ein Album vor das verdammt geile und persönliche Songs enthält.
„Higher Power“ legt gleich am Anfang die Messlatte sehr hoch an, „Come Give Me Your Love“ ein melodisches Schmankerl zum dahinschmelzen. „Crying In The Summer Rain“ ein catchy Melodic Rocker der mit Classic Rock Note kommt, „I Lost My Faith In You“ eine kräftige und sehr angenehme Powerballade. „Glory Harleylujah“ der Kirchendauerbrenner wird hier mit Steroiden friesiert, „Saxana“ ein gefühlvolles Stück Musik, dass mit einer traumhaften Melodie glänzt. „King Of The Night“ das Dingens hätte in den 80ern das Zeug zum Top Ten Hit gehabt, „When Children Cry“ bewegt sich mit Gefühl und Melodie irgendwo zwischen Ballade und Rocker. „Goodbye My Little Boy“ ein sehr trauriger Song der von Verlust handelt, „Winds Of Destiny“ bei dem Hit wird mit einem Auge über den Atlantik geschielt, „Woman In Doubt“ und es wird auch mal der Blues mit eingebracht.
Mit „Higher Power“ liefert RITCHIE NEWTON kein modernes Trendalbum ab. Stattdessen gibt es ehrlichen, melodischen Hard Rock voller Herzblut, Emotionen und klassischer Songwriter-Qualitäten. Genau solche Alben sind es, die man auch Jahre später noch aus dem Regal zieht, weil sie Geschichten erzählen und echte Gefühle transportieren.
Trackliste:
01. Higher Power
02. Come Give Me Your Love
03. Crying In The Summer Rain
04. I Lost My Faith In You
05. Glory Harleylujah
06. Saxana
07. King Of The Night
08. When Children Cry
09. Goodbye My Little Boy
10. Winds Of Destiny
11. Woman In Doubt
Spielzeit: 51:11 min
Genre: Melodic Hard Rock
Label: NRT-Records
VÖ: 01.05.2026
Facebook: https://www.facebook.com/ritchie.newton.2024
Bandcamp: https://ritchienewton.bandcamp.com/
