Der Slow Club Freiburg hat in einem ausführlichen Statement ein positives Update zu seiner Zukunft veröffentlicht. Nach Monaten der Unsicherheit steht fest: Der traditionsreiche Kulturclub kann seinen Betrieb mindestens drei weitere Jahre am bisherigen Standort fortsetzen.
Hintergrund ist der Eigentümerwechsel des Geländes in der Haslacherstraße 25, das seit dem 1. Januar 2026 der Ergon Immo GmbH gehört. Das Unternehmen plant, das bestehende Areal zu einer neuen Kulturmeile mit Neubauten für Kunst, Kultur und Gewerbe weiterzuentwickeln.
Ursprünglich sahen die Pläne auch den Abriss des Gebäudes vor, in dem sich der Slow Club befindet. Dem Verein wurde ein Umzug in den geplanten Neubau angeboten. Nach sorgfältiger Prüfung lehnte der Slow Club dieses Angebot jedoch ab.
Als Gründe nennt der Verein unter anderem deutlich höhere Mietkosten, die zwangsläufig steigende Eintrittspreise zur Folge gehabt hätten. Zudem wollte der Club seine programmatische Unabhängigkeit bewahren und keine mehrjährige Unterbrechung des Kulturbetriebs während der Bauphase in Kauf nehmen.
Inzwischen hat die Ergon Immo GmbH ihre Planungen überarbeitet. Das Bauprojekt wird nun in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Das Gebäude des Slow Clubs gehört zum zweiten Bauabschnitt, der frühestens nach Abschluss des ersten Projektschritts umgesetzt werden soll.
Für den Verein bedeutet dies eine Verlängerung des Mietvertrags um mindestens drei Jahre. Darüber hinaus kann der Slow Club vorübergehend zusätzliche, bereits freigewordene Flächen auf dem Gelände für kulturelle Veranstaltungen und Projekte nutzen.
Der Verein bedankt sich ausdrücklich bei seinen Mitgliedern, Gästen und Unterstützern für den großen Rückhalt in den vergangenen Monaten und hofft, dass auch für die weiteren kulturellen Einrichtungen auf dem Gelände langfristig tragfähige Lösungen gefunden werden können.
Für die Freiburger Club- und Livemusikszene ist diese Entwicklung ein wichtiges Signal: Der Slow Club bleibt vorerst erhalten und kann seine kulturelle Arbeit ohne Unterbrechung fortsetzen.