Könnten Die Toten Hosen doch noch einmal auf dem Holy Ground stehen? Wacken-Mitgründer Thomas Jensen hat sich in einem Interview mit FOCUS Online überraschend offen für einen Auftritt der Düsseldorfer Punkrock-Legende gezeigt.
Auslöser war eine Aussage von Campino, der bereits gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärte, dass die Band sehr gerne einmal beim Wacken Open Air spielen würde.
Jensen machte deutlich, dass ein Auftritt für ihn grundsätzlich jederzeit möglich wäre.
„Any time!“, erklärte der Wacken-Chef. Tatsächlich hätte es laut Jensen sogar in diesem Jahr fast geklappt. Das größte Hindernis sei bislang jedoch der Terminplan gewesen, da Die Toten Hosen häufig zeitgleich beim britischen Rebellion Festival in Blackpool auftreten. 2026 fand dieses Festival allerdings eine Woche später statt.
Ob es 2027 zu einem historischen Auftritt kommt, bleibt offen. Derzeit endet die offiziell angekündigte Abschiedstour der Toten Hosen am 10. Juli 2027. Das Wacken Open Air 2027 findet erst vom 28. bis 31. Juli statt – theoretisch also mit genügend Abstand.
Für Thomas Jensen geht es jedoch um weit mehr als große Namen.
Im Interview betonte der Festivalgründer, dass Wacken nicht über seine Größe definiert werden sollte.
„Es heißt ja immer das größte Metal-Festival und blablabla. Aber darum geht’s gar nicht.“
Viel wichtiger sei die Gemeinschaft.
„Wenn man Wacken wirklich beschreiben will, dann ist es, die Welt – die Metalwelt – zusammenzubringen.“
Jensen vergleicht das Festival sogar mit den Olympischen Spielen:
„Dabei sein ist alles.“
Deshalb stehen neben internationalen Headlinern auch immer wieder kleinere und außergewöhnliche Bands auf dem Billing.
Rückblickend erinnerte Jensen außerdem an die Anfänge des Festivals im Jahr 1990. Damals arbeiteten zahlreiche Helfer ehrenamtlich mit. Statt Gagen gab es Wochen später eine große Dankesfeier mit Bratwurst, Musik und reichlich Getränken.
Bis heute seien für ihn genau diese Werte entscheidend: Leidenschaft, Zusammenhalt und die Do-it-yourself-Mentalität der Metalszene.
Als eine der größten Inspirationen nennt Jensen dabei Motörhead und Lemmy Kilmister.
„Born to lose, live to win.“
Diese Einstellung habe das Wacken Open Air von Anfang an geprägt und sei bis heute Teil der Festival-DNA.
