Nach zwei schwierigen Jahren blickt Metal Church-Gründer und Gitarrist Kurdt Vanderhoof wieder deutlich optimistischer in die Zukunft. In einem neuen Interview sprach der Musiker sowohl über seinen langwierigen Kampf mit einer schweren Rückenverletzung als auch über den erfolgreichen Live-Einstand der neuen Metal Church-Besetzung.
Vanderhoof musste aufgrund seiner Rückenprobleme die Tourpläne der Band für 2024 absagen. Nun berichtet er, endlich einen Spezialisten für Sportmedizin in Phoenix gefunden zu haben, dessen Behandlung bereits nach der ersten Sitzung deutliche Verbesserungen gebracht habe.
Der Gitarrist leidet an einer Spinalkanalstenose (Spinal Stenosis), einer Erkrankung, die ihm über Jahre starke Schmerzen bereitete und seinen gesamten Bewegungsapparat beeinträchtigte. Nach eigenen Aussagen waren vom Nacken bis zu den Füßen zahlreiche Muskeln dauerhaft verspannt, da sein Körper versuchte, die Fehlhaltung auszugleichen. Die wöchentlichen Behandlungen seien zwar äußerst schmerzhaft, würden jedoch endlich die gewünschte Wirkung zeigen.
Vanderhoof äußerte sich erleichtert:
„Es geht mir deutlich besser. Ich bin sehr glücklich sagen zu können, dass sich alles endlich verbessert.“
Gleichzeitig verwies er auf ein Problem, das heutzutage viele Menschen betrifft. Langes Sitzen – sowohl vor dem Computer als auch im Studio – sei seiner Meinung nach ein wesentlicher Faktor für viele Rückenbeschwerden.
Erfolgreiches Debüt der neuen Besetzung
Neben den positiven Nachrichten zu seiner Gesundheit zeigte sich Vanderhoof auch begeistert vom ersten Konzert der neuen Metal Church-Besetzung. Die Band feierte ihr Live-Debüt am 17. Mai beim San Luis Metal Fest im mexikanischen San Luis Potosí.
Zur aktuellen Formation gehören:
- Kurdt Vanderhoof – Gitarre
- Rick Van Zandt – Gitarre
- David Ellefson – Bass
- Ken Mary – Schlagzeug
- Brian Allen – Gesang
Rückblickend bezeichnete Vanderhoof den Auftritt als großen Erfolg. Zwar hätten nach einigen Songs seine Rückenprobleme erneut eingesetzt, was ihn direkt nach der Rückkehr wieder zum Arzt führte, musikalisch sei der Abend jedoch hervorragend verlaufen.
Besonders beeindruckt zeigte er sich von Sänger Brian Allen, der die Band nach Vanderhoofs Einschätzung mit großer Energie und Bühnenpräsenz anführte.
Klassiker und neues Material
Das Festival-Set konzentrierte sich überwiegend auf die klassischen Songs der ersten beiden Metal Church-Alben aus der David-Wayne-Ära sowie auf mehrere Stücke aus der Zeit mit Mike Howe. Zusätzlich präsentierte die Band zwei Songs ihres aktuellen Albums „Dead To Rights“, das am 10. April über Rat Pak Records erschien und gleichzeitig das erste Studioalbum der neuen Besetzung darstellt.
Für die kommenden Headliner-Konzerte plant Metal Church bereits eine Erweiterung der Setlist mit weiteren Klassikern und zusätzlichem Material des neuen Albums.
Nach den gesundheitlichen Rückschlägen der vergangenen Jahre scheint für Metal Church damit endlich wieder Aufbruchsstimmung zu herrschen. Sollte sich Vanderhoofs Gesundheitszustand weiter stabilisieren, dürfte einer umfangreicheren Rückkehr auf die Konzertbühnen nichts mehr im Wege stehen.
