Mit einem Bandnamen wie Speedslut dürfte jedem Metalhead sofort klar sein, wohin die Reise geht. Die Dänen haben sich voll und ganz dem klassischen Speed Metal der Achtziger verschrieben und liefern auf ihrem Debütalbum „Cimbrian Rites“, das über Listenable Records erscheint, einen kompromisslosen Angriff auf die Nackenmuskulatur.
Bereits mit ihrer eigenständig veröffentlichten EP „Ferocity Of Steel“ aus dem Jahr 2025 machte die Band auf sich aufmerksam. Der Deal mit Listenable Records war die logische Konsequenz. Nun folgt mit „Cimbrian Rites“ der nächste Schritt – und der fällt äußerst überzeugend aus.
EINE LIEBESERKLÄRUNG AN DIE ACHTZIGER
Schon der Opener „Pestridden Stallions“ macht deutlich, dass Speedslut keine Zeit mit langen Einleitungen verschwenden. Rasende Riffs, ein peitschendes Schlagzeug und ein aggressiver Gesang katapultieren den Hörer direkt zurück in die goldene Ära des Speed- und Thrash Metal.
Die Einflüsse sind dabei unüberhörbar: Venom, Motörhead, Slayer, die frühen Metallica, Exciter, Sodom und Destruction schweben über dem gesamten Album, ohne dass Speedslut dabei wie eine bloße Kopie wirken.
VOLLGAS MIT GELEGENTLICHEN ATMERPAUSEN
Mit „No One Escapes Death“ nimmt die Band kurzfristig etwas Tempo heraus und beweist, dass sie auch im Midtempo-Bereich überzeugen kann. Besonders das Gitarrenduo aus Sänger Frederik Klitte und Leadgitarrist Tomas Dikinis zeigt hier sein musikalisches Können.
Anschließend geht es mit „Armageddon“ sofort wieder zurück auf die Überholspur. Schlagzeuger Malthe Ørvad treibt den Song gnadenlos nach vorne, während Frederik Klitte seine wütenden Vocals mit beeindruckender Intensität über das Riffgewitter legt.
Zu den Höhepunkten zählt außerdem „Whores Of Speed“, eine kompromisslose Speed-Metal-Attacke, die den Spirit der frühen Achtziger perfekt einfängt.
STARKES FINALE
Der Titelsong „Cimbrian Rites“ bildet den gelungenen Abschluss des Albums. Mit seinem leicht epischen Aufbau, den hymnischen Gang-Chören und einigen melodischen Gitarrenharmonien erinnert der Song stellenweise sogar an frühe Iron Maiden, ohne dabei die typische Geschwindigkeit der Band aus den Augen zu verlieren.
FAZIT
Mit „Cimbrian Rites“ liefern Speedslut ein Debüt ab, das sich ganz bewusst den Wurzeln des Speed Metal verschreibt. Die Produktion klingt angenehm roh, die Songs sind direkt, ehrlich und voller Energie.
Wer Bands wie Venom, Exciter, Sodom, Destruction, Motörhead oder die frühen Metallica liebt, sollte dieses Album unbedingt auf seine Liste setzen.
Bewertung: 9/10
Ein starkes Debüt einer Band, die das Feuer des klassischen Speed Metal mit Leidenschaft und Überzeugung weiterträgt.
