Der Frontmann von The Dead Daisies, John Corabi, kommt mit seinem neuen Soloalbum New Day über den Atlantik gerauscht. Im Gepäck hat er zwölf Songs, die allesamt aus eigener Feder stammen.
JOHN CORABI ist natürlich auch dafür bekannt, vor vielen Jahren als Sänger bei The Scream und Mötley Crüe tätig gewesen zu sein. Eine Diskussion über die stimmliche Qualität von JOHN erübrigt sich ohnehin, wenn man sich die Alben von THE DEAD DAISIES mit seiner Beteiligung genauer anhört. Und auch live konnte er bei einem Konzert mit den DAISIES absolut überzeugen.
Nun beehrt JOHN CORABI die Hörerschaft mit einem Soloalbum, auf dem er neben dem Gesang auch die Gitarre übernimmt. Unterstützt wird er dabei von namhaften Musikern wie Richard Fortus und Charlie Starr an den Gitarren, Marti Frederiksen an Produktion, Gitarre und Piano, Paul Taylor an Orgel und Piano sowie Evan Frederiksen an Orgel, Gitarre, Bass und Schlagzeug.
JOHNs Stimme ist von ihrer Färbung her geradezu prädestiniert für Classic Rock, Blues Rock und Hard Rock – und dieses Album stellt erneut eindrucksvoll unter Beweis, dass er weiterhin zu den besten Sängern des Genres gezählt werden darf. Rau, dreckig und mit einem Hauch Soul ausgestattet, singt er fast wie ein junger Gott und zeigt eindrucksvoll, dass an Ruhestand noch lange nicht zu denken ist.
Die trockenen Gitarren sorgen gemeinsam mit den warmen Old-School-Orgelklängen für die perfekte Atmosphäre, während die Rhythmusfraktion den Songs den nötigen Groove verleiht.
Musikalisch bewegt sich JOHN auf New Day im sehr melodischen Classic Rock der besten Sorte und weckt dabei Erinnerungen an die großen Helden der späten 70er-Jahre. Damit das Ganze nicht ausschließlich im klassischen Rock verwurzelt bleibt, wurden einige Songs zusätzlich mit einer dezenten Blues-Note veredelt.
Dabei bewegt sich JOHN konstant im hooklastigen Rock jener goldenen Ära. Vergleiche zu Bands und Künstlern wie Smokie, Suzi Quatro, Sweet – allerdings ohne Glam-Schlagseite –, Nazareth, Bad Company, Foreigner und Rainbow drängen sich förmlich auf. Wenn es bluesiger wird, schimmern zudem softere Momente von Aerosmith und THE DEAD DAISIES durch, während sogar gelegentliche Zitate der The Beatles herauszuhören sind.
CORABI hat mit diesem Soloalbum ein verdammt heißes Eisen im Feuer, das die guten alten Zeiten wieder aufleben lässt, ohne dabei altbacken zu wirken.
Anspieltipps
- „New Day“
- „That Memory“
- „When I Was Young“
- „1969“
- „Laurel“
- „Everyday People“
Trackliste
- New Day
- That Memory
- Faith, Hope And Love
- When I Was Young
- One More Shot
- 1969
- Laurel
- Good To Be Back Here Again
- Love That’ll Never Be
- Cosi‘ Bella
- Your Own Worst Enemy
- Everyday People
Laufzeit: 48:20
Label: Frontiers Music s.r.l.
VÖ: 24.04.2026
Genre: Classic Rock