Große Ehre für die beiden KISS-Gründungsmitglieder Gene Simmons und Paul Stanley: Die Rock-Ikonen wurden in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen und damit für ihr jahrzehntelanges musikalisches Schaffen geehrt.
In einem aktuellen Interview mit CBS Mornings blickten Simmons und Stanley auf die Entstehung eines der größten Rock-Klassiker aller Zeiten zurück: „Rock And Roll All Nite“.
Interessanterweise begann die Geschichte der beiden Songwriter alles andere als freundschaftlich. Als sie sich Anfang der 1970er Jahre kennenlernten, mochten sie sich zunächst überhaupt nicht. Gene Simmons war damals überzeugt, der Einzige zu sein, der wirklich Songs schreiben konnte. Paul Stanley erinnerte sich daran, wie Simmons ihn aufforderte: „Okay, play me one.“
Stanley dachte sich damals angeblich nur: „Was für ein Idiot.“ Trotzdem spielte er ihm einen seiner Songs vor. Aus dieser zunächst angespannten Begegnung entwickelte sich jedoch eine der erfolgreichsten Songwriter-Partnerschaften der Rockgeschichte.
Über fünf Jahrzehnte hinweg schrieben Simmons und Stanley gemeinsam unzählige Klassiker und formten den einzigartigen Sound von KISS.
Zur Entstehung von „Rock And Roll All Nite“ erzählte Paul Stanley, dass das damalige Plattenlabel die Band dazu drängte, endlich eine echte Hymne zu schreiben. Das Problem: Die Musiker wussten zunächst gar nicht, was damit gemeint war. Nachdem ihnen erklärt wurde, dass jede große Band einen Song braucht, den die Fans sofort mitsingen können, begann Stanley in einem Hotelzimmer an einer Idee zu arbeiten.
Dort entstand die berühmte Zeile:
„I Wanna Rock And Roll All Nite And Party Every Day.“
Als Stanley die ersten Akkorde und die zentrale Hookline fertig hatte, klopfte er an die Tür von Gene Simmons. Simmons arbeitete zu diesem Zeitpunkt an einem eigenen Songfragment namens „Drive Me Wild“. Beide beschlossen schließlich, ihre Ideen zusammenzuführen – und erschufen damit einen der bekanntesten Rocksongs aller Zeiten.
„Rock And Roll All Nite“ entwickelte sich zur ultimativen KISS-Hymne und wurde über Jahrzehnte hinweg zum traditionellen Abschluss nahezu jeder KISS-Show. Mehr als 50 Jahre später gehört der Song noch immer zu den größten Klassikern der Rockgeschichte.
Die Aufnahme in die Songwriters Hall of Fame würdigt jedoch weit mehr als nur diesen einen Hit. Simmons und Stanley schufen gemeinsam einen beeindruckenden Katalog zeitloser Rock-Hymnen, darunter „Strutter“, „Cold Gin“, „Detroit Rock City“, „Love Gun“, „Christine Sixteen“, „God Of Thunder“, „Shout It Out Loud“ und „I Was Made For Lovin‘ You“.
Doch was ist das Geheimnis ihrer außergewöhnlichen Partnerschaft?
Laut Shannon Tweed Simmons liegt die Antwort nicht darin, dass die beiden ständig Zeit miteinander verbringen. Im Gegenteil: Beide genießen ihre persönliche Freiheit und ihr eigenes Privatleben. Gleichzeitig verstehen sie es, geschäftliche Entscheidungen stets professionell zu treffen.
Selbst während der letzten KISS-Tour und bis zur finalen Show im Dezember 2023 im New Yorker Madison Square Garden arbeiteten Simmons und Stanley laut Shannon Tweed hochprofessionell zusammen. Die Fähigkeit, Privatleben und Business konsequent voneinander zu trennen, dürfte einer der Hauptgründe dafür sein, dass diese Partnerschaft über mehr als 50 Jahre Bestand hatte.
Von anfänglicher Skepsis und gegenseitigem Misstrauen bis hin zur Aufnahme in die Songwriters Hall of Fame – die Geschichte von Gene Simmons und Paul Stanley ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Talent, Ehrgeiz und Professionalität zusammenkommen.
Metalheads World gratuliert Gene Simmons und Paul Stanley zu dieser hochverdienten Auszeichnung.
Rock And Roll All Nite – and party every day!
