TEXT & FOTOS: VANESSA MUELLER
Vom 31. Juli bis 2. August 2026 fand in Seebronn unter dem Motto „Road to Rockin Memories“ ein dreitägiges Festival statt. Obwohl das ursprünglich geplante Konzept deutlich größer ausfallen sollte, entschieden sich Veranstalter Antonio Luceri und sein Team bewusst gegen eine Absage. Stattdessen wollte man die Fans nicht enttäuschen und gleichzeitig den Grundstein für eine größere Ausgabe im Jahr 2027 legen.
Das Festival überzeugte mit einer hervorragenden Organisation, fairen Preisen, einem großzügigen Campinggelände und einer familiären Atmosphäre, die von vielen Besuchern besonders gelobt wurde.
Freitag: Gelungener Auftakt
Den Festivalauftakt übernahmen Heaven’s Raven aus Schwäbisch Gmünd. Die Hard- und Melodic-Rock-Band feierte nach mehr als 30 Jahren Pause erst 2024 ihre Rückkehr auf die Bühne und eröffnete das Wochenende mit viel Spielfreude.
Anschließend sorgten Iron Echo aus Heilbronn für kraftvollen Heavy Rock. Frontmann Johnny Vox überzeugte trotz Temperaturen von über 30 Grad mit einer energiegeladenen Performance. Druckvolle Rhythmen, starke Gitarrenarbeit und eingängige Melodien machten den Auftritt zu einem gelungenen Abschluss des ersten Festivaltages.
Samstag: Metal in vielen Facetten
Der zweite Festivaltag begann mit Doctor Anger, die sich selbst als „intergalaktische Zeitreisende und Apocalyptic Party Metaller from Outer Space“ bezeichnen. Mit ihren auffälligen Outfits und dem keyboardlastigen Sound lieferten sie eine außergewöhnliche Show.
Es folgten die Melodic-Metal-Veteranen Dark Sky aus Rottweil, die seit 1982 zur deutschen Rockszene gehören. Sänger Frank Breuninger überzeugte mit starker Bühnenpräsenz und kraftvollem Gesang.
Den Höhepunkt des Abends bildeten Cherry Bomb aus Frankfurt. Mit einem zweistündigen Programm voller Glam-, Hair- und Hard-Rock-Klassiker sowie eigenen Songs, darunter die eigens für das Festival geschriebene Hymne „Rockin Memories“, verwandelte die Band das Festivalgelände in eine große Rockparty. Sänger Chris P. Nuttz suchte immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum und sorgte für ausgelassene Stimmung.
Sonntag: Hitzeschlacht und starker Abschluss
Der letzte Festivaltag begann bei Temperaturen von weit über 35 Grad.
Den Auftakt machten Syrocks, die neben eigenen Songs auch Klassiker von AC/DC, Black Sabbath, Dio, Scorpions, Accept, Judas Priest, Manowar, Motörhead, Metallica und Iron Maiden präsentierten.
Den Abschluss übernahmen die Schweizer Fire Rose. Vor allem Sänger Philipp Meier beeindruckte mit seiner Bühnenausstrahlung und seinen kraftvollen High Screams. Die Band zeigte eindrucksvoll, warum ihr großes Potenzial für die Zukunft bescheinigt wird.
Fazit
Das Rockin Memories 2026 hat eindrucksvoll bewiesen, dass Leidenschaft, Zusammenhalt und Idealismus oft wichtiger sind als große Budgets. Statt auf Masse setzte das Festival auf eine freundschaftliche Atmosphäre, starke Livebands und ein entspanntes Miteinander.
Der Veranstalter blickt bereits nach vorne und möchte das Festival 2027 weiter ausbauen. Nach diesem gelungenen Wochenende stehen die Chancen gut, dass sich Rockin Memories langfristig einen festen Platz in der deutschen Festivallandschaft erarbeitet.




































