Schweizer Hard-Rock-Präzision auf höchstem Niveau
Band Members
- Gianni Pontillo – Gesang
- Bruno Spring – Gitarre
- Alain Schwaller – Bass
- Mauro „Tschibu“ Casciero – Schlagzeug
Seit dem Album 1986 ist mir diese Band ein Begriff. Rein medientechnisch gehört diese Truppe eher zu den Leisetretern. Große Schlagzeilen oder Dauerpräsenz in den sozialen Medien sucht man hier vergeblich. The Order melden sich eigentlich nur dann zu Wort, wenn sie wirklich etwas zu sagen haben.
Und genau jetzt – zum 20-jährigen Bandbestehen – gibt es wieder ordentlich etwas zu sagen.
Mit Empires liefern die Schweizer ein Album ab, das die Essenz dieser zwei Jahrzehnte perfekt widerspiegelt. Gleichzeitig dokumentiert das Werk eindrucksvoll die musikalische Weiterentwicklung der Band. Mit beinahe chirurgischer Schweizer Präzision werden hier Songs präsentiert, die man in diesem Stil kaum besser umsetzen könnte.
Egal ob das Material im besten 80er-Oldschool-Stil nach vorne donnert, schwer stampfend aus den Boxen kriecht oder sich episch und atmosphärisch entfaltet – nahezu jeder Song entwickelt sich zu einem kleinen Juwel. Melodisch, kraftvoll und mitreißend.
Selbst zugänglichere Nummern wie Wherever I Go kommen angenehm locker und leicht zuckerig daher, ohne jemals kitschig zu wirken.
Das Album wirkt dabei fast wie eine Reise in drei Akten aufgebaut:
Das erste Drittel gehört klar den direkten Hard-Rock-Brechern. Danach öffnen sich die Songs zunehmend melodischer und epischer, bevor das finale Drittel praktisch komplett dem über neun Minuten langen Meisterwerk The Bonehead’s Back – Promises And Illusions gehört.
Vor allem Gianni Pontillo setzt diesem Album seinen unverkennbaren Stempel auf. Der Sänger, der unter anderem auch bei Nazareth aktiv ist und früher bei Victory sang, zeigt einmal mehr, warum er seit Jahren zu den markantesten Stimmen des europäischen Hard Rock gehört.
Gemeinsam mit seinen langjährigen Mitstreitern entfacht er auf Empires ein brillantes musikalisches Feuerwerk zwischen klassischem Hard Rock, Melodie und epischer Größe.
Fazit
Bei mir hat dieses Album ohne Umwege direkt den Stempel „Album des Jahres 2026“ erhalten. Und das, obwohl das Jahr noch jung ist.
Wer ehrlichen, bodenständigen Hard Rock liebt – irgendwo zwischen den frühen Accept, Victory, Hardline oder Axel Rudi Pell – sollte hier definitiv ein Ohr riskieren.
Empires ist kein modernes Plastikprodukt, sondern ein Album mit Herz, Charakter und echter Leidenschaft.
Tracklist
01 – Empires
02 – Fight For Your Rights
03 – Warriors
04 – Thieves In The Night
05 – Living For The Nightlife
06 – Wherever I Go
07 – The Last Call
08 – Of Martyrs And Tyrants
09 – The Bonehead’s Back – Promises And Illusions
Band-Webseite:
https://www.theorder.ch
Label-Webseite:
https://massacre-records.com
