(Jawbreaker Records)
Genre: Heavy Metal
Ein klassisch geprägtes Heavy-Metal-Debüt aus dem Underground, das auf solide Strukturen, eingängige Melodien und eine klare Handschrift setzt.
Review
TURBO’S TRIBUNAL ist das Werk eines einzelnen kreativen Kopfes – und genau das macht dieses Projekt interessant. Hinter dem Namen steht Andreas Thunbo, der seit rund drei Jahrzehnten im metallischen Underground aktiv ist und mit „Mills Of Tribunal“ nun sein Debüt unter diesem Banner vorlegt.
Stilistisch bewegt sich das Album im klassischen Heavy Metal, tendiert jedoch hörbar in Richtung Hard Rock. Die Songs bleiben überwiegend im Mid-Tempo-Bereich und setzen ihren Fokus klar auf die Gitarre, die sich als zentrales Element durch das gesamte Album zieht. Ergänzt wird das Klangbild punktuell durch dezente Synthesizer-Einsätze.
Der Gesang ist klar und übernimmt die melodische Führung – eine Entscheidung, die gut zum Gesamtbild passt. Härtere Vocals oder Growls würden hier fehl am Platz wirken und sind konsequenterweise auch kein Thema.
Die Tracks sind insgesamt straight gehalten, bekommen jedoch einen spürbaren Schuss Epik mit auf den Weg. Dadurch wirkt das Material getragen und atmosphärisch dicht, ohne auf Geschwindigkeit oder extreme Härte zu setzen. Geschwindigkeitsrekorde sind hier nicht das Ziel – vielmehr geht es um Struktur, Melodie und ein stimmiges Gesamtbild.
Ein wirklicher Ausreißer nach unten ist nicht auszumachen, allerdings fällt es ebenso schwer, einzelne Songs klar hervorzuheben. Das Album bewegt sich konstant auf einem soliden Niveau, hätte jedoch von etwas mehr Variabilität profitieren können.
Auch optisch setzt das Album einen eigenwilligen Akzent: Das Cover zeigt den Tod als Don-Quichotte-Figur, der gegen eine brennende Wasser-Mühle reitet – ein Bild, das Interpretationsspielraum lässt und sich bewusst vom Standard abhebt.
Fazit
„Mills Of Tribunal“ ist ein solides Debüt im klassischen Heavy Metal, das besonders durch seine klare Linie und handwerkliche Stärke überzeugt. Wer traditionellen Sound mit leichter Hard-Rock-Schlagseite schätzt, wird hier definitiv fündig.
Bewertung
7 / 10
Metalheads World meint
Kein Spektakel, sondern ehrlicher, traditioneller Heavy Metal aus dem Underground – mit klarer Handschrift und genug Substanz für Genre-Fans.
Review by
Frank de Blijen (FDB)


