(Seven Hard)
Genre: Space Rock / Psychedelic
Ein Konzeptalbum im Geist des 70er Space Rock, geprägt von Einflüssen wie Pink Floyd, The Moody Blues und Hawkwind, das die Entwicklung einer Figur zwischen Jugend, Veränderung und psychedelischen Erfahrungen nachzeichnet.
Review
Wäre „The Crave Of Ketamine Dave“ im Jahr 1975 erschienen, hätte es sich mühelos in die damalige Space-Rock-Landschaft eingefügt. Die stilistischen Referenzen sind klar hörbar und konsequent umgesetzt, wobei insbesondere der Einfluss von Hawkwind durch die Mitwirkung von Niall Hone zusätzlich an Authentizität gewinnt.
Mastermind Tony Whiting entwickelte aus einem einzelnen Song über die Figur „Ketamine Dave“ ein vollständiges Konzeptalbum. In acht Tracks wird dessen Entwicklung vom Teenager bis ins Erwachsenenalter nachgezeichnet – inklusive der Veränderungen durch bewusstseinsverändernde Substanzen.
Musikalisch zeigt sich das Album vielseitig. Es reicht von zurückhaltenden, akustischen Passagen über atmosphärische Synthesizerflächen bis hin zu kraftvollem, gitarrengetriebenem Rock. Besonders in „Dave’s Days“ werden die typischen Space-Sounds der 70er wiederbelebt, wobei der gezielte Einsatz von Synthesizern die entsprechende Klangästhetik unterstreicht.
Zentrales Element bleibt die Gitarre, die sich über die gesamte Spielzeit hinweg als variabel und stilprägend erweist. Ergänzt wird dies durch Whitings markante Vocals, deren ungewöhnliches Timbre dem Sound von GLAZIER eine eigenständige Note verleiht.
Niall Hone übernimmt neben Leadgitarre auch Bass, Keyboards und Backing Vocals und fungiert gleichzeitig als Produzent und Toningenieur. Am Schlagzeug sitzt Gareth Burgess, der gemeinsam mit Whiting auch bei The Golgis aktiv ist und dem Album den nötigen rhythmischen Unterbau liefert.
Fazit
„The Crave Of Ketamine Dave“ ist kein Album für Hörer, die moderne Härte oder Thrash erwarten. Wer jedoch Gitarren-Rock mit klaren psychedelischen Einflüssen und einer deutlichen 70er-DNA schätzt, bekommt hier ein stimmiges und atmosphärisch dichtes Werk.
Bewertung
7 / 10
Metalheads World meint
Ein konsequent umgesetztes Space-Rock-Album, das seine Wurzeln kennt und diese ohne Kompromisse auslebt – kein Mainstream, sondern ein klares Statement für Liebhaber des Genres.
Review by
Frank de Blijen (FDB)


